Mitten in der Phase der Kontaktbeschränkungen präsentierte die russische Künstlerin Natalia Simonenko einzigartige Werke in der Kunstgalerie Marion Kotyba: ohne Vernissage, ohne Auftakt, ohne Publikum.

Doch bei der Finissage konnte sich die Künstlerin das Lob aller abholen. Denn nicht nur die stellvertretende Landrätin Christina Flauder und Bürgermeister Frank Wilzok, sondern auch die neugierigen Finissagebesucher ließen sich von den einzigartigen Ölgemälden, die eindeutig die Handschrift russischer Kunst trugen, in den Bann ziehen. "Impressionismus in seiner schönsten Form" war der Titel der Ausstellung. Und diesem Titel wurde Natalia Simonenko nicht nur gerecht, sondern ihre Pinselstriche, die Plastizität ihrer Werke und ihre Kunstfertigkeit in Öl sorgten für Staunen.

Natalia Simonenko stammt aus Leningrad. Sie hat am Institut für grafische Kunst studiert, 1999 ihr Diplom abgelegt. 2001 wurde sie in die renommierte Vereinigung russischer Künstler eingeladen. Natalia Simonenko präsentiert in ihrer Ausstellung großformatige Malerei, die vom Impressionismus geprägt ist.

"Ihre Werke erzählen etwas. Die Künstlerin verwendet intensive Ausdrucksfarben, genauso wie es ihrem Naturell entspricht. Sie fasst Emotionen in Farben, in ihren Bildern steckt Sinnlichkeit und malerisches Können", sagte Galeristin Marion Kotyba. Jedes einzelne Öl-bild hat eine ihm innewohnende Seele. Dabei bannt Natalia Simonenko nicht ausschließlich Natur auf die Leinwand, sie traut sich, zu abstrahieren, Empathie einzubringen. "Alle Bilder, die ich in Kulmbach gezeigt habe, habe ich in den letzten zwei Jahren geschaffen. Ich arbeite viel", sagt die Künstlerin.

Aktuell pendelt Natalia Simonenko zwischen Stuttgart und St. Petersburg. Normalerweise stellt sie in größeren Städten aus: Karlsbad, Hamburg, Paris, Leipzig und Bonn waren ihre vorherigen Stationen.

Ihre Motive findet Natalia Simonenko in kunstvollen, üppigen Blumenarrangements, bei Ballett- und Theateraufführungen, aber auch Landschaften und Porträts sind ihre große Leidenschaft. "Ich erhoffe mir, dass ich in Deutschland Künstlerfreundschaften schließen kann", sagt Simonenko. Einen Unterschied in den Kulturwelten hat die russische Künstlerin bereits erlebt: Während die Kunstvereine in St. Petersburg ausschließlich professionelle Künstler beherbergen, sind in Deutschland oft Hobbykünstler in solchen Vereinen institutionalisiert.

"Für mich sind die Bilder, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, von einer Farbenvielfalt in ihrer schönsten Form geprägt", sagte die stellvertretende Landrätin Christina Flauder. Und auch Bürgermeister Frank Wilzok war voll des Lobes über die Technik der Künstlerin, über die Vielschichtigkeit und Plastizität ihrer Ölmalerei.