Das Pfingstwochenende hat den Einsatzkräften des BRK am meisten abverlangt: Die Einsatzspitzen seien am Pfingstsamstag und am Pfingstsonntag gewesen, so die Bilanz des Roten Kreuzes nach zwölf Tagen Bergkirchweih in Erlangen.
In diesem Jahr wurden von den BRK-Betreuern vor Ort 26 Jugendliche unter 18 Jahren versorgt, die eine Alkoholvergiftung erlitten hatten. Laut der Statistik sei dies ein Anstieg um ein Drittel zum Vorjahr.
Auch bei den Verletzungen hatten die Sanitäter nichts Besonderes zu beklagen - es seien viele Fußverletzungen dabei gewesen. Auch, so die Auskunft des BRK, weil einige Frauen mit ungeeignetem Schuhwerk unterwegs gewesen seien. Bei knapp 600 Patienten waren 75 Menschen mittelschwer und zwölf Personen schwer verletzt. Um das Berg-Gelände mit ausreichend Personal abzudecken, waren die Bergwachen West und Mitte mit Helfern des Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt besetzt. Zusammengefasst habe es sich um einen "normalen Berg" gehandelt, teilt Thomas Heideloff, stellvertretender Leiter des Rettungsdienstes vom BRK Erlangen-Höchstadt mit.
Der "Nachberg" in der Innenstadt wurde mit einem zusätzlichen Rettungswagen des BRK und einem weiteren Rettungswagen des ASB versorgt. Doch auch die After-Berg-Party verlief laut BRK moderat von den Einsätzen her. Positiv seien die stark verbesserten Ausweisung der Fluchtwege durch Banner sowie der "Berg-Knigge" für die Besucher gewesen.
Auch der obere Rettungsweg am Gelände sei in diesem Jahr frei gehalten worden, berichtet Heideloff. Von einer "sehr guten" Zusammenarbeit spricht er bei der Kooperation mit der Security: "Sei es zur Lotsung zur Einsatzstelle, dem Freihalten der Einsatzstelle während der Versorgung oder dem Abtransport" gewesen - ebenso habe die Zusammenarbeit mit der Polizei und der Feuerwehr funktioniert.
Der Berg habe den Erlanger Rotkreuzlern sogar Spaß gemacht, berichtet Heideloff: "Wir haben uns gefreut, die Sicherheit der Besucher mit zu gewährleisten." red