Höchstadt — Ein Vortrag ganz besonderer Art erregte großes Interesse bei den Höchstadtern in der Ritter-von-Spix-Hauptschule. Der Leiter der Zoologischen Staatssammlung Bayerns, Gerhard Haszprunar aus Wien, sprac zum außergewöhnlichen Thema zu sprechen: "Was hat die Bibel mit Biologie zu tun?"
Der Professor ging in seinem Vortrag davon aus, dass die Bibel kein in sich geschlossenes Werk sei, sondern eine Vielzahl von Schriften und Büchern aus über tausend Jahren in sich vereine. Die Bibel werde deshalb als "Buch der Bücher" bezeichnet. Beginnend beim "Sündenfall" sei die Schlange zum Beispiel ein zutiefst biologisches Wesen, welches in der Paradies-Geschichte Symbolcharakter bekomme als Machtzeichen der ägyptischen Pharaonen, die die Herausbildung des Christentums argwöhnisch als fremden Kult betrachteten.
Auch die "10 ägyptischen Plagen" haben ihren Ursprung in der Natur.