Abraham und seine Frau: Wirtschaftsflüchtlinge. Moses: politischer Flüchtling, wie Jesus auch. Die Erfahrung von Flucht, Vertreibung und Migration spielt in der Bibel eine zentrale Rolle. Einblicke dazu gibt die Ausstellung "Gott liebt die Fremden" von Dienstag, 8. Januar, bis Sonntag, 3. Februar, in der Klosterkirche St. Anton in Forchheim sowie größtenteils in den Räumen des Klostervereins.

Die Ausstellung ist täglich geöffnet von 8 bis 17 Uhr. Der Zugang ist durch die Kirche. Die Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Forchheim.

Das Buch der Bücher dokumentiert nicht nur Schicksale von Flüchtlingen und Vertriebenen, sondern berichtet zugleich von Gottes Solidarität und seinem Eintreten für die Betroffenen. Und bietet so Orientierung für christliches Handeln.

Ein Vortrag zur Eröffnung am Montag um 19 Uhr in der Klosterkirche St. Anton geht dem biblischen Blick auf das Thema Flucht und Vertreibung nach. Er zieht Verbindungen zu heute und zeigt Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die aktuelle Situation auf. Es referiert Claudio Ettl, Theologe und Diözesanleiter Katholisches Bibelwerk im Erzbistum Bamberg.

Herausforderungen

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen: sowohl für die, die eine Heimat haben und in Sicherheit leben dürfen, als auch für die Flüchtlinge selbst, die eine dramatische Grenzsituation erleben - für sie stand womöglich ihr Leben auf dem Spiel, sie brauchen Begleitung.

Auch die Bibel weiß um die Schicksale von Menschen auf der Flucht. Sie erzählt davon, dass Gott den Flüchtlingen in besonderer Weise nahe sei. Sowohl in der Geschichte Israels als auch in den Anfängen der christlichen Gemeinden waren Menschen gezwungen, ihre Heimat wegen politischer, ethnischer und religiöser Verhältnisse zu verlassen. Vor diesem Hintergrund hat die Österreichische Bibelgesellschaft die Ausstellung über biblische Grundlagen der Flüchtlingshilfe unter dem Titel "Gott liebt die Fremden" entwickelt.

Die Ausstellung erinnert in zwölf Tafeln an prominente biblische Fremde. Sie stellt die biblischen Schutzgebote für Ausländer zusammen und schlägt die Brücke zu konkreten Handlungsorientierungen heute. Gastfreundschaft bringe Segen: Das gelte für den barmherzigen Samariter genauso wie heute in der Begegnung mit Asylsuchenden. red