Christoph Böger

Für Kreisliga-Meister TSV Meeder schließt sich am Freitagabend der Kreis! Ausgerechnet auf dem Spielfeld des kommenden Gegners erlitt der TSV Meeder nämlich vor rund zwei Jahren eine bittere Niederlage. Das Relegationsspiel, das auf dem neutralen Gelände der DJK Lichtenfels gegen FSV Phönix Buttenheim ausgetragen wurde und 1:3 endete, besiegelte den Abstieg der Meederer aus der Bezirksliga West.

TSV Meeder

Doch jetzt ist das Team zurück und will voller Tatendrang mit einem alten Bekannten auf der Kommandobrücke wieder angreifen. Am Freitag (19 Uhr) schließt sich nun der Kreis, denn die Korbstädter kommen zum Bezirksliga-Auftakt ins Kastanienstadion. Zuvor war Meeder in der Corona-Mammutsaison der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga gelungen. Simon Schiller, TSV-Spielertrainer, freut sich auf die Rückkehr: "Meine Jungs sind heiß, wieder um Punkte zu kämpfen!"

Beim Duell zweier Aufsteiger - die DJK stieg in der Kreisliga Kronach als Meister auf - muss Schiller allerdings auf Rechtsverteidiger Johannes Bohl verzichten. Er weilt im Urlaub. Mit einem Auftaktsieg wäre der erste Schritt Richtung Saisonziel getan.

SV Ketschendorf

Ähnliches gilt für die Mannschaft vom Coburger Buchberg. Der SV Ketschendorf war einer der Gewinner der angewandten Quotientenregel infolge der abgebrochenen Corona-Spielzeit. Dem Team von Spielertrainer Patrick Schuberth blieb so ein harter Abstiegskampf - unter anderem mit "Zwangsabsteiger" TSV Sonnefeld - erspart.

"Unsere Vorbereitung lief durchwachsen. Nach der langen Pause war die Testphase viel zu kurz. Es war auch schwer, die richtige Dosierung im Training zu finden. Wir werden deshalb noch etwas brauchen, um richtig fit zu sein", ist sich der Trainer sicher. "Wir gehen als klarer Außenseiter ins Auftaktmatch gegen den SV Merkendorf. Allerdings spielen wir auf unserem schönen Buchberg und werden versuchen, eine Überraschung zu schaffen."

Und Schuberth weiter: "Wir werden versuchen, wieder Punkt für Punkt zu ergattern." Mithelfen wird dabei erstmals ein Routinier, der gleichzeitig auch der prominenteste Neuzugang ist: Christian Beetz. Der ehemalige Kapitän des Bayernligisten VfL Frohnlach, der für den FC Eintracht Bamberg, FC Coburg und TSV Mönchröden bereits höherklassig spielte, agiert auch als Co-Trainer von Schuberth und soll der Abwehr mehr Stabilität verleihen.

TSV Mönchröden

Der TSV Mönchröden verfolgt natürlich ganz andere Ziele als die beiden Lokalrivalen aus Meeder und Ketschendorf. Die Mannschaft aus dem Wildpark geht nach der langen Corona-Pause mit einem veränderten Aufgebot in die neue Saison. Für fünf Abgänge sind ab sofort acht neue Spieler am Ball.

Nach der langen Durststrecke ging es in der Vorbereitung für das große Trainerteam um Chefcoach Thomas Hüttl und seinen beiden Assistenten Marcel Pavel und Christian Holzmann darum, die physischen Grundlagen für den Saisonstart zu legen und die neuen Spieler schnell zu integrieren. "Meine Mannschaft hat in den Testspielen und Pokalrunden einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Wir freuen uns darauf, dass es endlich wieder mit der Punktrunde losgeht", sagt Hüttl. Mit der Mannschaft aus Oberhaid, die mit höherklassigen Spielern gezielt verstärkt wurde, warte gleich zu Beginn ein harter Brocken: "Wir wollen mit einem positiven Erlebnis ins neue Spieljahr starten. Hierfür muss jeder Spieler sein Können in die Waagschale werfen", fordert der Trainer (früher u. a. beim VfL Frohnlach, TBVfL Neustadt/W. und SV Ketschendorf).

Die Gäste haben mit Dominik Schmitt einen neuen Spielertrainer. Er kommt vom VfL Frohnlach. Nicht umsonst werden die Oberhaider, genauso wie die "Mönche", als Aufstiegsfavoriten gehandelt. Die Voraussetzungen sind also optimal, dass die Top-Partie des 1. Spieltages gleich vor vielen Fans stattfindet - gerade nach der langen Abstinenz des Amateurfußballs.