Weihnachten ist ein Fest der Familie und auch an Silvester will man gerne bei den Menschen sein, die man liebt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist das in diesem Jahr nicht wie gewohnt möglich. Damit aber gerade auf ihren gerontopsychiatrischen Stationen dennoch zwischenmenschlicher Kontakt stattfinden kann, haben die Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (Gebo) moderne Tablets angeschafft. Diese ermöglichen gerade der besonders schützenswerten Gruppe älterer Menschen mittels Videoanrufen - unter tatkräftiger Mithilfe engagierter Mitarbeiter - den Kontakt zu Angehörigen und engen Freunden, heißt es in einer Mitteilung. So können die Patienten Kontakt halten, auch wenn persönliche Besuche auf den gerontopsychiatrischen Stationen derzeit nicht möglich sind.

Auch auf den anderen Stationen des Bezirksklinikums Obermain darf kein Besuch empfangen werden - allerdings ist es erlaubt, sich mit einem Angehörigen im Freien auf dem Gelände zu treffen, beispielsweise zum Spazierengehen. Diese Besuche müssen vorher telefonisch angemeldet werden.

Soweit es der Zustand der Patienten auf den psychiatrischen Stationen zulässt und eine Beurlaubung medizinisch vertretbar ist, können sich Patienten in der Zeit vom 24. bis 25. Dezember für eine Nacht beurlauben lassen. Bei der Rückkehr wird der Patient mit einer FFP2-Maske versorgt, die er fünf Tage lang tragen muss. In dieser Zeit wird zweimal pro Tag ein Screening gemacht, dazu gehört beispielsweise, dass Fieber gemessen wird. Am fünften Tag nach Rückkehr wird ein PCR-Corona-Abstrich abgenommen, was mit der Inkubationszeit einer potenziellen Covid-19-Infektion in Zusammenhang steht.

Auch im Wohn- und Pflegeheim der Gebo sind keine Besuche im Haus möglich, sehr wohl aber Spaziergänge im Freien auf dem Gelände. Auch hier müssen Besuche vorher telefonisch angemeldet werden.

Spaziergänge sind auch für die Patienten des Soziotherapeutischen Förderzentrums Kutzenberg mit der dazugehörigen Wohn- und Trainingsgruppe erlaubt. Nahe Angehörige können hier - nach Voranmeldung - bis zu zwei Stunden mit den Patienten spazieren gehen.

Heimfahrten oder Tagesausgänge sind für die offenen Bereiche der Häuser 27 und 131 möglich. Die Isolation nach der Rückkehr findet dann in den Zimmern der Bewohner statt. Auch hier werden Bewohner im Anschluss einem Corona-Test unterzogen. Auf dem gesamten Gelände des Bezirksklinikums Obermain gilt Maskenpflicht - auch im Freien. Besucher müssen eine FFP2-Maske tragen. Außerdem müssen Besucher entweder einen POC-Antigen-Schnelltest vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist, oder einen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist.

In der Bezirksklinik Hochstadt sind derzeit aufgrund der Corona-Situation Besuche nicht erlaubt. red