Mit dem Drogenkonsum habe er seine familiären Probleme - beide Eltern seien schwer krank gewesen und mittlerweile verstorben - ausgeblendet. Seine Lieferanten wollte der Mann auf Nachfrage von Richter Gillot nicht preisgegeben, dies hätte sich strafmildernd ausgewirkt. "Dazu möchte ich nichts sagen, im Endeffekt habe ich Familie", meinte er nur.
Nicht ganz einfach gestaltete sich die Beweisaufnahme, denn zwei Zeugen, die ebenfalls aus dem Drogenmilieu stammen, erschienen erst gar nicht zum Termin. Deshalb ordnete die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Ulrike Andersch, die Vorführung der Zeugen an. Zumindest ein Zeuge konnte aufgetrieben werden, auf die Vernehmung einer weiteren Zeugin wurde schließlich verzichtet, ein Abnehmer des Dealers machte keine Angaben, weil er sich wegen eines laufenden Verfahrens nicht selbst belasten wollte.