Zum Schutz der Menschen in stationären Einrichtungen der Pflege, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie in ambulanten Wohngemeinschaften der Intensivpflege ist es gerade jetzt bei den wieder steigenden SARS-CoV-2 Infektionszahlen angezeigt, bei Besuchen sensibel umzugehen.

Pflege- und betreuungsbedürftige Menschen stellen wegen ihres Alters oder ihrer Behinderung eine besonders verletzliche Personengruppe dar.

Vorsichtig abwägen

Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie die ambulanten Wohngemeinschaften der Intensivpflege müssen mit ihrer Besucherregelung sehr behutsam vorgehen. Wir bewegen uns hier auf einer schwierigen Gratwanderung zwischen einem wirksamen Infektionsschutz durch Kontaktbeschränkungen und der Teilhabe am sozialen Leben.

Die aktuelle Besuchsregelung wird durch individuelle und passgenaue Schutz- und Hygienekonzepte der Einrichtungen umgesetzt. Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium unterstützt dabei mit einem Hygiene-Rahmenkonzept, das konkrete Handlungsempfehlungen beinhaltet, teilt das Landratsamt Forchheim mit.

Nie ohne Maske

In jedem Fall müssen die Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Außerdem muss der Mindestabstand von 1,5 Metern nach Möglichkeit durchgängig eingehalten werden. Besucher mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen dürfen die Einrichtung nicht betreten. Das gilt auch für Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten und/oder an diesem Virus erkrankten Person gehabt haben.

Im einrichtungsindividuellen Schutz- und Hygienekonzept muss, insbesondere hinsichtlich der Besuchsregelung, zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen und den gerade in stationären Einrichtungen notwendigen Maßnahmen eine fachliche und ethische Güter- und Interessenabwägung (Risikobewertung) getroffen werden.

Hausverbot möglich

Bei Nichteinhaltung der Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen werden Besucher zunächst an die Besuchsregeln erinnert; werden die Regeln weiterhin nicht eingehalten, kann die Besuchsperson der Einrichtung verwiesen und ein Besuchsverbot ausgesprochen werden. red