Erlangen — Bereits zum 16. Mal verlieh der Verein "Gesundheit und Medizin in Erlangen" den Erlanger Medizinpreis, der Organisationen, Einrichtungen oder Einzelpersonen würdigt, die sich in besonderem Maße um die Bereiche Gesundheit und Medizin in Erlangen verdient gemacht haben.
Wie der Verein mitteilt, erhielt Prof. Karl Gaßmann, Chefarzt des Geriatrie-Zentrums Erlangen im Waldkrankenhaus St. Marien, bereits zum zweiten Mal nach 2008 diesen Preis. 2008 bekam er ihn für sein innovatives Trainingsprogramm zum Erhalt und zur Verbesserung der Mobilität und Gangsicherheit von Senioren, das damals bundesweit einmalig war, in diesem Jahr für ein weiteres innovatives Konzept.
In Zusammenarbeit mit Prof. Fromm und Prof. Maas (Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) entwickelte Gaßmann eine Methodik, mit der die Qualität der Therapie älterer Patienten in Bayern und Erlangen erfasst und weiter verbessert werden kann.


Risiken erkennen

Grundlage der Forschungsweise bildet die Geriatrie-in-Bayern-Datenbank (GiB-DAT). Es handelt sich um ein Netzwerk von rund 100 Abteilungen und Kliniken der stationären Krankenhausbehandlung älterer Patienten. Die teilnehmenden Kliniken übermitteln unter anderem Daten zur Entlassungsmedikation. Diese Daten bilden die Grundlage für die Erkennung von Risiken der medikamentösen Behandlung und die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Medikationssicherheit. red