Mit dem Stadtturm oder Bamberger Torturm befasst sich ein Vortrag der Kultur-Initiative Bad Staffelstein (KIS) am morgigen Mittwoch in der Alten Darre. Mehr als 20 Jahre mussten die Staffelsteiner warten, bis ihr Bamberger oder auch Schmiede-Torturm nach der Zerstörung durch Markgraf Albrecht Alcibiades Im Krieg von 1552 wieder aufgebaut werden konnte. Das Bamberger Domkapitel schickte seinen "Meister Wolf Steinmetz", damit er sich die Ruine ansehen und den "Abriß" für den Wiederaufbau 1573 anfertigen sollte. Doch konnte er in diesem Nutzbau seine ganze Fertigkeit nicht unter Beweis stellen. 1596 wurde Jacob Wolff der Ältere aus Bamberg vom Stadtrat zu Nürnberg abgeworben. Dort war für ihn die Übernahme von Privataufträgen eigentlich verboten. Doch machte man in Nürnberg eine Ausnahme - und das Ergebnis war das so genannte Pellerhaus (1600 bis 1607). Auch dieses Gebäude wurde wie so vieles in der ehemaligen Reichsstadt ein Opfer des Zweiten Weltkrieges. Derzeit steht die Rekonstruktion der Hoffassade durch die Altstadtfreunde Nürnberg im Fokus der öffentlichen Meinung. Wer mehr über diesen bemerkenswerten Architekten wissen möchte, der ist zum Vortrag von Adelheid Waschka "Jacob Wolff d. Ä. - Baumeister des Bamberger Torturms (1573), Werkmeister von Nürnberg (1596-1612)" und dem Arbeitskreis Stadtgeschichte der KIS eingeladen. Beginn ist um 19 Uhr; der Eintritt ist kostenfrei. red