von unserem Redaktionsmitglied 
Bernhard Panzer

Herzogenaurach — Bedauerlich findet Bürgermeister German Hacker (SPD) die Aussage der Erlanger CSU-Stadtratsfraktion, nicht weiter an einer Stadtumlandbahn festhalten zu wollen. Hacker mag nicht nachvollziehen, weshalb man eine so große Chance nicht nutzen wolle. Denn schließlich werde die Stadtumlandbahn zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach eine bedeutende Hauptachse für die Metropolregion.
Ändern könne die Ablehnung freilich nichts, sagte Hacker weiter, denn die CSU-Fraktion habe nicht die Mehrheit im Erlanger Stadtrat. Der tritt heute Abend zusammen, um über die Gründung eines StUB-Zweckverbandes zu beschließen. Erst vor wenigen Tagen hat die CSU ihre Ablehnung signalisiert.
Die CSU hat 17 Stimmen, gegenüber stehen die SPD mit 15 und die Grünen mit acht. Weiterhin sind im Stadtrat vertreten: FDP (vier Mandate) sowie die Erlanger Linke, ÖDP und FWG mit jeweils zwei Sitzen.


"Kurz vor knapp"

Herzogenaurachs Bürgermeister Hacker verweist darauf, dass sowohl Bund als auch Land das Projekt unterstützen und entsprechend hohe Zuschüsse gewähren. Für Erlangen sei das Projekt ohnehin kostengünstiger als die ursprünglich angedachte Variante, da der Ast in den Landkreis-Osten wegfällt. So ein Rückzieher "kurz vor knapp" ist für Hacker schlicht unverständlich.
Spannend kann das Thema in der Erlanger Stadtratssitzung allemal werden. Zumal auch noch ein Dringlichkeitsantrag der FWG auf der Tagesordnung steht, der die Planungen eines schienengebundenen Verkehrssystems für den Innenstadtbereich Erlangen beenden will. Und aus Kriegenbrunn liegt ein Antrag aus der Bürgerversammlung vor. Der Ortsteil möchte die Aufnahme des stillgelegten West-Asts der Aurachtalbahn in die Bauplanung der StUB.