Leserbriefe zu Bericht "Gericht stellt sich gegen Neubau" mit Kommentar "Muss das sein?" (FT vom Montag):

Mit Erleichterung habe ich zur Kenntnis genommen, dass das Bayerische Verwaltungsgericht Würzburg den von der Gemeinde Oberaurach geplanten Radweg durch das Naturschutzgebiet "Tretzendorfer Weiher" gestoppt hat. Hier sollte eine fünf Meter breite und circa drei Kilometer lange Trasse durch das streng geschützte Gebiet, das zudem FFH-Gebiet, Spa- (Vogelschutz)- und Natura-2000-Gebiet ist, gebaut werden.

Das Gericht hat festgestellt, dass dies rechtswidrig ist, weil eine zumutbare Alternative parallel im Wald vorhanden ist.

Gegen diese Entscheidung will die Gemeinde nunmehr die Zulassung der Berufung beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof beantragen lassen. Da Beklagter im vorliegenden Verfahren aber der Freistaat Bayern, vertreten durch die Regierung von Unterfranken, ist, liegt dort die Entscheidung über ein Berufungsverfahren.

Ich empfinde es bedauerlich und auch beschämend, dass die Gemeinde angesichts des sehr eindeutigen Sachverhaltes ihr Ziel weiterverfolgen will und nach wie vor durch ein unnötiges Bauvorhaben streng geschützte Arten und Biotope vernichten und dafür Kosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro, davon 1,8 Millionen Zuschüsse, in Zeiten von Klimawandel und leerer Kassen aufwenden will.

Artur Geheeb, Fatschenbrunn