Forchheim — Bei einer Freisprechungsfeier in Hirschaid nahmen insgesamt 48 Absolventen der Landwirtschaftsschulen aus Oberfranken-West ihre Abschlusszeugnisse entgegen. 21 Absolventen kamen aus dem Dienstgebiet des Amtes für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Bamberg, elf aus dem Landkreis Bamberg und zehn aus dem Forchheimer Landkreis.
Namentlich sind das aus dem Kreis Forchheim: Johann Alt, Benjamin Brütting, Andreas Lengenfelder, Alexander Otzmann, Lukas Schmitt, Tobias Schmitt, Daniel Stilkerich, Myriel Ulrich, Jens Wolf und Stefan Zametzer. Zwölf der 21 Absolventen aus der Region schlossen ihre Ausbildung über den sogenannten BiLa-Bildungsweg ab, das heißt sie machten nach außerlandwirtschaftlicher Erstausbildung eine verkürzte zweijährige Ausbildung im Rahmen der Erwachsenenbildung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg.
Zweitbeste aller Absolventen der Abschlussprüfung war die BiLa-Schülerin Alexandra Deinlein aus Scheßlitz (Landkreis Bamberg). Als Ehrengästen wohnten der Bamberger Landrat Johann Kalb (CSU), BBV-Bezirkspräsident Hermann Greif, Rudolf Steuer, Bezirksvorsitzender des Verbandes landwirtschaftlicher Ausbilder und Meister, Hans Vetter, Prüfungsausschussvorsitzender und Andreas Knorr, Behördenleiter des Landwirtschaftsamtes Bamberg, der Freisprechungsfeier bei.
Heiner Neuner, Leiter der Katholischen Landvolkshochschule Feuerstein, forderte in seiner Festrede die frisch geprüften Landwirte auf, alle Chancen dieses vielseitigen Berufes zu nutzen. Neben dem wichtigen Fachwissen sollen die Schulabgänger auch die Fähigkeit entwickeln, soziale Netzwerke zu bilden, Solidarität zu zeigen und vor allem die Chance zu nutzen, andere Landwirte als Partner zu sehen.
Heiner Neuner rief dazu auf, denn die beste Ausbildung sei gerade gut genug; das "Hof-erbe" müsse immer wieder neu gestaltet werden, da sich Leitmotive auch in der Landwirtschaft verändern. Dabei müsse aber der "goldene Boden" als wichtige Basis erhalten bleiben und die Arbeit vorheriger Generationen gewürdigt werden, so Heiner Neuner.
Anschaulich machte BBV-Präsident Hermann Greif den jungen Landwirten deutlich, dass die Bildung mit dem heutigen Tag nicht aufhört. Nach der Ausbildung folgt die Fortbildung, welche die Landwirtschaft weiter voranbringe. Schmunzelnd gab er ihnen noch seinen Rat mit auf den Weg, "sie sollen Bauern sein und dabei Hirn einsetzen".

Kirsten Pfaller