Sie brauchen das, die Laiendarsteller des TSV Bertelsdorf sind süchtig nach diesem Theaterstress und diesem Nervenkitzel und sie fühlen sich auf den Bühnenbrettern auch noch sauwohl. Das Publikum ist übrigens genauso süchtig und freut sich auf die Vorstellungen.
Gleich am 8. Januar 2016 gehen die köstlichen Bertelsdorfer Theatertage zum 21. Male los, und zwar diesmal mit dem Schwank "O Gott, die Familie" (Bernd Gombold). Dann darf sich das Publikum zur erlesenen Festgesellschaft im anständigen Bertelsdorf in der Gemeinschaftshalle zählen. Dort ist nämlich Hochzeit angesagt, besser gesagt Hüttenhochzeit. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits seit Oktober auf Hochtouren. Bräutigam Mark (Simon Krackau) und seine Ute (Kristin Geyer), die reizende Braut aus gutem Hause, freuen sich auf ihren großen Tag. Marks Vater Fritz (Martin Scheler), ein robuster Hausdegen, und Mutter Martha (Annette Oppel), leichtgläubig und naiv, sowie Utes Eltern von feiner Herkunft, Vater Herbert (Uwe Schäftlein), gebildet und zuvorkommend, und Mutter Marlene (Annemarie Meusel), sind vor lauter Freude aus dem Häuschen.
Auch Marks Opa Johann (Uwe Kaiser), gewitzt und durchtrieben, kann es kaum erwarten, zumal er mit zum Hochzeitsurlaub darf. Wenn da nur nicht noch die schwerhörige Hüttenwirtin Klara (Rita Teutsch) sowie Pfarrers Haushälterin Leonie (Sylvia Schäftlein) und Pedro (Marcal Welsch), der italienische Türsteher des "La Bomba", wären, die die Festlichkeiten mächtig aufwirbeln!
Ganz neu in der Truppe ist Kristin Geyer, die süße Braut. "Ich habe das noch nie gemacht und kenne auch kein Lampenfieber", gestand Kristin lachend. Die resolute "Hüttenwirtin" Rita Teutsch, seit 19 Jahren treu dabei, kennt sich oben auf der Bühne selbst nicht mehr wieder. "Im normalen Leben bin ich ja gar nicht so ein Naturell, aber wenn da die Zuschauer im Saal sind, ist das richtig berauschend, wie eine Droge", sagt sie, und fröhlich blitzen ihre Augen. Wie immer wird Gabi Strobel "unsichtbar" in der Flüstertüte bei Bedarf nachhelfen und die Teams von Ausschank und Imbiss werden ihre Gäste kulinarisch bei Laune halten. Wer am Spaß teilhaben will, muss sich beeilen; denn alle Samstagsvorstellungen im Januar sind bereits ausgebucht. Aber die Freitagabendvorstellungen sind noch zu haben und für die Premiere am Freitag, 8. Januar, gibt es auch noch Eintrittskarten.