Bernd Fricke wurde zum Landratskandidaten der Grünen im Landkreis Bamberg gewählt: In Wernsdorf im Gasthof Schiller fand die Aufstellungsversammlung für das Amt des Landratskandidaten statt.

Bernd Fricke, Zweiter Bürgermeister von Stegaurach und grüner Fraktionsvorsitzender im Kreistag, wurde einstimmig auf den Schild gehoben. Zentrale Anliegen als Landrat sind ihm laut einer Pressemitteilung die Bewältigung des Strukturwandels der Autoregion Bamberg hin zu nachhaltigen Arbeitsplätzen, eine konsequente Klimaschutzpolitik und Mobilitätswende und ein entschiedenes Eintreten gegen den Rechtspopulismus. Dies könne nur gelingen, wenn Kommunalpolitik transparent sei und die Bürger die Möglichkeit hätten, mitzumachen.

Bernd Fricke kritisierte, wie wenig im Landkreis bisher in Sachen Klimaschutz geschehen sei. "Unsere Waldbauern und Landwirte sind die ersten unmittelbar Betroffenen des sich rasant beschleunigenden Klimawandels. Wir brauchen jetzt eine Klimaallianz 2.0. Alles muss auf den Prüfstand und wir brauchen viel konsequentere Maßnahmen." Dazu gehöre auch endlich eine Mobilitätswende im Landkreis und ein ÖPNV, der diesen Namen auch verdiene, mit günstigen Preisen wie einem 365 Euro Jahresticket für Alle. "Alle zwei Jahre schöne Konzepte im Kreistag beschließen und Sonntagsreden mit vielen schönen Worthülsen halten, damit muss Schluss sein!".

Betroffen zeigte er sich von der Meldung, dass das Michelin- Werk Anfang 2021 schließen werde. Es müsse alles getan werden, um die betroffenen Beschäftigten und ihre Familien zu unterstützen. Hierfür müssten alle politischen Kräfte zusammenarbeiten.

Klar sei aber auch, dass dies erst der Anfang eines sich schon länger abzeichnenden Strukturwandels der Autoregion Bamberg sei. "Die Region Bamberg hat viele Ressourcen, die gilt es gezielt zu stärken, und die Wirtschaftsförderung im Landratsamt muss wieder deutlich verstärkt werden, was bisher versäumt wurde."

Fricke ging noch auf viele Themen ein wie den Nationalpark Steigerwald oder den Pflegenotstand, immer unter dem Motto, dem er sich als Landrat verpflichtet fühle: "Zukunft mutig gestalten. Zusammen!" Die Bewerbungsrede fand anhaltenden Beifall und große Zustimmung. Jonas Glüsenkamp, OB-Kandidat der Stadt Bamberg, betonte in seiner Grußrede, wie wichtig die Zusammenarbeit der Stadt und des Landkreises Bamberg bei den Zukunftsthemen der Region sei. red