Das Diakonische Werk Coburg ist im Moment im Umbruch. Es hat einen Interimsmanager: Bernd Baucks ist der neue Vorstand des Diakonischen Werks und zugleich Geschäftsführer der Tochterfirmen der Diakonie.

Schön war 15 Jahre lang Leiter

Der gelernte Krankenpfleger, Betriebswirt und Sozialökonom wird diese Tätigkeit während der nächsten zwölf bis 18 Monate ausüben. Interimsvorstand Bernd Baucks arbeitet als Mitarbeiter der Beratungsorganisation für Kirche und Diakonie in Bochum, Contec, für diese Zeit in Coburg und ist Nachfolger von Diakon Franz K. Schön. Schön leitete das Diakonische Werk während der vergangenen 15 Jahre.

Weil das Pflegedienstleistungsgesetz und das Teilhabegesetz das Diakonische Werk vor große Herausforderung stellen, "haben wir uns für die Zusammenarbeit mit einem externen Partner entschieden", sagte Dekan Stefan Kirchberger am Montag. Der Ruhestand von Franz K. Schön zu Ende April sei ein weiterer Grund für diese Lösung gewesen.

Bernd Baucks (58) kommt aus Hamm in Westfalen, war während der vergangenen acht Jahre als Oberkirchenrat für die Finanzen und Diakonie der evangelischen Kirche im Rheinland zuständig und in der Organisation von evangelischen Kirchentagen tätig. Die Tochterunternehmen der Diakonie Coburg stehen unter anderem als Zulieferer für Industriebetriebe im Wettbewerb.

"Die Diakonie muss sich den veränderten Bedingungen und der veränderten Wettbewerbssituation anpassen." Die Betriebe der Diakonie seien nicht in einer Blase unterwegs, sondern am Markt etabliert und dem Wettbewerb unterworfen, waren sich Baucks und Dekan Kirchberger einig. Dabei, so Baucks, müsse die Diakonie trotzdem als Werk der Kirche arbeiten und erkennbar bleiben. cw