Niederlindach — Die Erinnerung an die beiden Weltkriege, an die vielen Opfer von Terror und Gewalt muss immer gegenwärtig sein, das wurde beim 90. Jubiläum des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Niederlindach und Umgebung (SKV) deutlich betont.
"Der höchste Wert ist der Frieden, das kostbarste Gut der Menschlichkeit. Zu dessen Erhaltung, zur gegenseitigen Achtung, Verständigung und Anerkennung müssen wir alles tun", erklärte Vorsitzender Bernhard Ackermann. "Dass das Gedenken an die gefallenen und vermissten Kriegsteilnehmer bewahrt werden muss", forderte auch der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Horst Rehder.

Gesellschaftliche Stütze

Der SKV mit seinen Aktivitäten sei ein fester Bestandteil im kulturellen und gesellschaftlichen Leben im Heßdorfer Ortsteil. Dass der SKV zum Dorf gehöre, beweise schon allein die Tatsache, dass die Theatergruppe ihr 20-jähriges Bestehen zusammen mit dem Kameradschaftsverein feierte. Ihre Verbundenheit zum Niederlindacher Verein zeigten auch die Orts- und Nachbarschaftsvereine mit der Teilnahme am Festkommers.
Auch Frank Greif, Major d.R. und BSB-Kreisvorsitzender Erlangen-Höchstadt, rief dazu auf, die furchtbaren Geschehnisse nicht zu vergessen und das Gedenken an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt aufrechtzuerhalten. Das solle auch an die Jugend weitergegeben werden, damit sich solche Geschehnisse bestimmt nie mehr wiederholen könnten.
Als Höhepunkt des Festabends konnten Vorsitzender Ackermann und Mayor Frank Greif langjährige Mitglieder des SKV-Niederlindach ehren. Dabei wurde dem langjährigen Vorsitzenden Ackermann eine besondere Auszeichnung zuteil. Bernhard Ackermann wurde als 391. Inhaber mit der zweithöchsten Auszeichnung des Bayerischen Soldatenbunds, dem Großkreuz, geehrt.

Drei weitere Ehrenkreuze

Für besondere Verdienste um die Soldatenkameradschaft wurden Horst Rehder, Georg Hendel und Werner Goller mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnet.
In seinem Rückblick erinnerte Vorsitzender Bernhard Ackermann an Höhepunkte des Vereins, wie auch an die jährlichen Veranstaltungen. "Ich sollte das vor über 30 Jahren nur zwei Jahre machen, weil sie keinen Vorsitzenden gefunden haben, und jetzt bin ich es immer noch", erzählte Ackermann mit einem Schmunzeln.
Vorsitzender Ackermann betonte auch, dass der Verein gern feiert und viel Wert auf Kameradschaft legt. Mit den Worten: "Wir wollen Ihr Tun nicht missen und schätzen all Ihre Aktivitäten, die das Zusammengehörigkeitsgefühl in Niederlindach stärken", würdigte Bürgermeister Rehder Vereinsmitglieder und Vereinsführung der Soldatenkameradschaft.
Richard Sänger