Mit der neuen Online-Beratungsplattform "Play-Change" hat die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) ihr Hilfe-Portfolio für Menschen mit glücksspielbezogenen Problemen erweitert (www.playchange.de). Damit bekommen laut Pressemitteilung Betroffene und Angehörige schnell, einfach und online eine direkte Hilfe und Ansprache.

Auch die Fachstelle für Glücksspielsucht des Sozialdiensts Katholischer Frauen (SKF) Bamberg mit Beratungsangeboten in Forchheim und Bamberg ist mit Stefanie Angerstein und Constantin Noss mit von der Partie. Noss erklärt: "Mit Play-Change hat die LSG ein ganz neues und tolles Angebot für all jene geschaffen, die ohnehin viel online sind und im Internet an Glücksspielen teilnehmen."

Problematisches Verhalten

Und Beratung sei wichtig, denn: Bayernweit zeigen rund 70 000 Menschen ein problematisches oder pathologisches Glücksspielverhalten, viele davon suchen sich keine oder erst viel zu spät Hilfe.

Stefanie Angerstein erläutert: "Meist vergehen viele Jahre zwischen dem Beginn einer Glücksspielsucht und der Inanspruchnahme von Hilfe. Die Betroffenen oder deren Angehörige kommen oft erst, wenn es gar nicht mehr anders geht und alles verspielt wurde."

Der Gang in eine Suchtberatungsstelle sei oft ein Riesenproblem für Betroffene und Angehörige. Die Problematik sei psychisch stark belastend für alle Beteiligten. "Mit Play-Change wollen wir diesen ersten und wichtigen Schritt, sich endlich Hilfe zu suchen, deutlich vereinfachen", erklärt Stefanie Angerstein und ergänzt, dass die neue Hilfeplattform, die es auch als App für Smartphones gibt, auch für Menschen konzipiert sei, die Glücksspielangebote in Spielhallen, Sportwettbüros oder Spielbanken nutzen. Auch sie können diese Hilfe in Anspruch nehmen.

Geschütztes System

Wer sich über "Play-Change" beraten lassen will, könne mittels geschütztem E-Mail-System, Chat oder Messenger mit den Beratern in Kontakt treten. Online, anonym und via Smartphone oder PC erreichbar würden die Plattform für Betroffene und Angehörige einen niedrigschwelligen Zugang zur Beratung bieten. Das sei auch in der Zeit von Corona ein großer Vorteil. red