Eine bislang nicht bekannte Belastung mit Polychlorierten Biphenylen (PBC) sorgt bei den Bauarbeiten an der Gerbereiunterführung unter Umständen für eine Kostensteigerung und längere Bauzeit. Darüber hat das Referat für Planen und Bauen der Stadt Erlangen jetzt informiert.

Für die breitere Neugestaltung der Gerbereiunterführung muss die bisherige Stützwand ersetzt werden. Bei den Vorbereitungen wurde nun eine PCB-Belastung entdeckt, die durch einen älteren Farbanstrich verursacht wurde. Bevor die Wand abgebrochen werden kann, muss die Farbe ordnungsgemäß abgetragen und als Sondermüll entsorgt werden. Durch die zusätzlichen Arbeitsschritte ergibt sich nach groben Schätzungen voraussichtlich ein Mehrkostenaufwand von 100 000 bis 200 000 Euro. Ebenfalls ist nicht auszuschließen, dass die geplante Bauzeit bis Ende des Jahres nicht eingehalten werden kann.

Seit März 2020 wird der Gerberei-Tunnel neu gestaltet. Er soll breiter, heller und komfortabler gestaltet werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verbreiterung der Rampe und Treppenanlage.

Dadurch sollen Radfahrer nicht mehr absteigen müssen. Rampe und Tunnel können von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam benutzt werden. Außerdem schafft die Rampe mit Zwischenpodesten auch mobilitätseingeschränkten Bürgerinnen und Bürgern einen leichteren Zugang. red