Die Bürger und Vereine von Neufang feierten mit einem Festakt die Erweiterung ihres Feststadels. "Der Markt Steinwiesen ist stolz auf seine aktiven Neufanger Bürger", stellte stellvertretender Landrat und Erster Bürgermeister Gerhard Wunder unter Beifall fest.


Keinen Zuschuss beantragt

Wunder dankte den Neufangern, die bei dieser Gemeinschaftsleistung mitgewirkt haben für ihren vorbildlich gelebten Bürgersinn. "Hier wurde wieder einmal Beispielhaftes geleistet und es zeigt, wie eine intakte Dorfgemeinschaft Träume und Visionen Wirklichkeit werden lassen kann." Er ließ die ganze Entstehungsgeschichte des Stadels mit Backofen und Festplatz bis zum jüngsten Akt, dem Anbau, Revue passieren. Besonders positiv hob er hervor, dass bei der Eingabe des Bauplanes kein Antrag auf gemeindlichen Zuschuss mitgeliefert wurde, was heute üblich ist. Die Neufanger erwarten nichts, sondern sie handeln. In Neufang werde nicht nur gefordert und kritisiert, sondern selbst Hand angelegt und Dinge verwirklicht, die es sonst nicht geben würde.
Die vielen freiwilligen Arbeitsstunden seien ein Zeichen dafür, dass alle Vereine hinter diesem Projekt stehen. Dabei ist für die Verantwortlichen klar: Sie machen es nicht für sich selbst, sondern für ihr Dorf Neufang und seine Bürger. Bürgermeister Gerhard Wunders Dank galt allen Helfern, den Verantwortlichen in den Vereinen und ganz besonders dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Eugen Bätz, mit seiner Frau Irene. Er dankte dem Architekten Kersten Schöttner, allen unterstützenden Neufanger Unternehmen und den Sponsoren und Spendern.
Eugen Bätz erklärte noch einmal die Notwendigkeit der Baumaßnahme und sagte allen Vereinen Dank für das Mittragen der nicht leichten Aufgabe. Den stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Föhrweiser lobte er im Besonderen. Er sei ein Kämpfer für die Aktion gewesen, habe viele Stunden am Bau gearbeitet und Arbeitseinsätze organisiert. Die Gesamtkosten belaufen sich heute auf mehr als 70 000 Euro; hinzu kommen 3900 freiwillige Arbeitsstunden.


Mosaikkunstwerk wurde gerettet

Besonders stolz sei er auf die Rettung des Mosaikkunstwerks, das mitsamt der Wand aus der ehemaligen Schule zum Stadel transportiert und in den Anbau integriert wurde. Hier dankte er vor allem Jochen Kotschenreuther und Helmut Backer für die fachmännische Durchführung der Maßnahme und Werner Bätz für die Restauration des Weber-Werkes. Der Chor mit Dirigent Gerhard Föhrweiser und die Neufanger Blasmusik mit Dirigent Heinrich Föhrweiser gestalteten die Feier.
Nach der kirchlichen Weihe durch Pater Poddebniak sprach der stellvertretende Vorsitzende Thomas Föhrweiser den Helferdank und überreichte gemeinsam mit Bürgermeister Gerhard Wunder für herausragende Hilfe Gutscheine zum Einkauf in Neufanger Geschäften. Helferprimus ist Ewald Bätz mit mehr als 400 Stunden.
In seinen Schlussworten zitierte Vorsitzender Eugen Bätz Sokrates mit "Stagnation ist der Anfang vom Ende" und wünschte der Dorfgemeinschaft, immer am Puls der Zeit zu bleiben und stets den Mut für Veränderungen zum Positiven zu haben.
Im Anschluss ließ man sich Schweinebraten aus dem Dorfbackofen schmecken. Die Neufanger Blasmusik begeisterte die Gäste mit ihrem Programm bis spät in die Nacht.