Der langjährige Vorsitzende des Versehrtensportvereins Bamberg, Klaus Ihlo, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Der Versehrtensportverein ist im Juli 2015 dem MTV Bamberg beigetreten und wird dort als Reha-Sportabteilung weitergeführt.
Wie der MTV in seinem Nachruf erinnert, wurde Klaus Ihlo am 30. Mai 1920 im ehemaligen Königsberg/Ostpreußen geboren. Dorthin konnte er nach dem Zweiten Weltkrieg als schwer verletzter Offizier nicht mehr zurückkehren. Er studierte in Erlangen Medizin und eröffnete in den 50er-Jahren eine Zahnarztpraxis in der Luitpoldstraße in Bamberg. Seiner ostpreußischen Heimat war er weiterhin als Leiter der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen verbunden, der er 37 Jahre lang vorstand. Die Landsmannschaft verlieh ihm dafür die goldene Ehrennadel und übertrug ihm den Ehrenvorsitz. Ihm sei es auch zu verdanken gewesen, dass die Erinnerung an den "Königsberger E.T.A. Hoffmann" in Bamberg wach gehalten wurde. Dass das hiesige musische Gymnasiums den Namen des Dichters trägt, sei vor allem auf Ihlos Vorstoß zurückzuführen.
Am 1. Juli 1952 trat Klaus Ihlo dem Versehrtensportverein Bamberg bei. Einen beträchtlichen Teil seiner Freizeit hat er den kriegsversehrten Sportlern gewidmet. 26 Jahre von 1952 bis 1978 war er Sportarzt, 24 Jahre von 1955 bis 1979 Zweiter Vorsitzender und zwölf Jahre von 1979 bis 1991 Erster Vorsitzender. 1991 wurde ihm der Ehrenvorsitz des Vereins verliehen.
Über all die Jahre hat Klaus Ihlo nicht nur die sportliche Betätigung, sondern auch den menschlichen Zusammenhalt bis ins hohe Alter besonders gefördert. Seine selbstlose Tätigkeit wurde durch mehrere Auszeichnungen des Bayerischen Behinderten-Sportverbandes gewürdigt.


Trauer auch um Werner Hilbrich

MTV-Vorsitzender Peter Röckelein hatte in dieser Woche noch eine zweite traurige Nachricht entgegenzunehmen: Der letzte amtierende Vorsitzende des Bamberger Rehasportvereins, Werner Hilbrich, ist am Montag vergangener Woche nach langer Krankheit ebenfalls gestorben. red