Die Märkte in Ebern spiegeln in gewisser Weise den Zustand der Geschäftswelt am Marktplatz in Ebern wider. Die Stände werden immer weniger. Positive Ausnahme war an diesem Oktobermarkt der Bereich um den Neptunbrunnen, wo ein Teil des Apfelfestes des Bund Naturschutz stattfand.
Ein längerer Regenschauer sorgte dafür, dass sich schnell alles von draußen nach drinnen verlagerte und so mancher Standbetreiber vorzeitig aufräumte. Dennoch war eine gewisse Zufriedenheit spürbar. Ingo Hafenecker flanierte ebenso wie viele andere über den Markt und zeigte sich erfreut über das gesellige Treiben: "Ach ja, das ist doch schön heute."
Auch Klara Schramm aus Unterpreppach, die eigens einen Apfel mitgebracht hatte, um ihn dem Pomologen zu zeigen, war zufrieden. "Ich hab' heut wieder einiges gelernt", schmunzelte sie. Der Apfelkundler hatte eine Ausstellung mit diversen Sorten von Äpfeln und Birnen vorbereitet und stand für Fragen Rede und Antwort.


Schälwettbewerb

Doch nicht nur lernen und Wissenswertes erfahren konnte man am Apfelfest, sondern natürlich auch seinen Spaß haben. Besonders beim Schälwettbewerb im Hof des Rathauses. 36 Teilnehmer waren es in diesem Jahr. "Mehr als letztes Jahr", stellte Alexander Hippeli vom Bund Naturschutz fest. "Die Äpfel haben nicht gereicht und die Zeit auch nicht", erklärte er schmunzelnd. Insgesamt ist er mit dem Fest zufrieden.


An einem Stück

Antje Büchner und Inna Lingert haben den Schälwettbewerb für den BN durchgeführt, bei dem es darum geht, eine möglichst lange Schale an einem Stück von einem Apfel abzuschälen. "Ohne diese fleißigen Helfer und Helferinnen, egal ob hier oder drinnen oder hinter den Kulissen, wäre das alles nicht möglich", sagte Hippeli. Die beiden Schäl-Jurorinnen winkten bescheiden ab: "Haben wir doch gern gemacht. Schließlich macht gerade so ein Schälwettbewerb auch Spaß."
Auf den ersten drei Plätzen landeten Viktor Adam, sein Sohn Denis sowie Ana Gaspic auf Platz drei. Die drei erreichten beachtliche Längen bei den Apfelschalen. Der Sieger, Vater Viktor, konnte stolze 255 Zentimeter aufweisen. Sein Sohn lag mit 230 Zentimetern aber dicht auf und Ana Gaspic lag mit 195 Zentimetern nur knapp unter der Zwei-Meter-Marke. Damit holte sie sich zum dritten Mal den dritten Platz. "Dabei schäle ich daheim Äpfel nie auf diese Art", wunderte sie sich. Wenn sie mal einen geschälten Apfel braucht, zum Beispiel für einen Kuchen, dann wird er nach dem Motto "Hauptsache die Schale ist ab" geschält. Umso mehr freute sie sich natürlich über ihren Gewinn beim Wettbewerb.
Bei den Unter-Zwölfjährigen gewann Luisa Oppelt mit 112 Zentimetern vor Nino Müller mit 83 und Dania Berninger mit 82 Zentimetern. Als Preise erhielten die Erwachsenen je einen Gutschein vom Weltladen und die Kinder einen Gutschein der Buchhandlung "Leseinsel" Ebern.