Die Anlage der Solarparks Gossenberg und Großheirath rückt näher. Denn der Gemeinderat billigte in seiner letzten Sitzung des Jahres die entsprechenden Vorentwürfe zur Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes jeweils einstimmig. Der nächste Schritt ist, dass die Pläne ausgelegt werden und sich Öffentlichkeit, Behörden und Träger öffentlicher Belange dazu äußern können.

Die Nutzungsgebühren für Schulgebäude durch die VHS wurden auf Initiative der Landkreiskämmerei moderat angehoben. Großheirath schließt sich dem vollständig an, die Gemeinderäte legten jedoch Wert darauf, das die Erhöhung nicht die örtlichen Vereine trifft, die ebenfalls Räumlichkeiten der Schule nutzen.

In seinem Jahresbericht für 2021 brachte Bürgermeister Udo Siegel nochmals die wichtigsten Themen in Erinnerung. "Wegen des Coronavirus war ein schwieriges Jahr zu meistern. Die Einschränkungen werden uns nach wie vor begleiten", sagte das Gemeindeoberhaupt. Die Schule habe das Homeschooling aber herausragend, schnell und qualitativ hochwertig umsetzen können - dank der technischen Voraussetzungen, die im Zuge der Schulsanierung geschaffen worden seien.

Ein Blick auf die Finanzen zeigt: Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt betragen knapp sechs Millionen Euro, der Vermögenshaushalt umfasst circa 5,1 Millionen Euro, Investitionen rund 550 000 Euro, Rücklagen zum 31. Dezember knapp 3,9 Millionen Euro, keine Kreditaufnahmen, keine Schulden.

In der Gemeinde zählte man in diesem Jahr 2707 Einwohner, es gab 24 Sterbefälle und 13 Geburten. Weiter berichtete Udo Siegel über verschiedene Baumaßnahmen in den Ortsteilen, die teilweise noch im Gange sind. Der Seniorenbus fährt wieder mit begrenzter Fahrgastzahl und rechtzeitiger Anmeldung bei der Gemeindeverwaltung. Der "Rufbus" bindet die Ortsteile Buchenrod, Gossenberg, Neuses und Watzendorf an das Streckennetz der OVF an, es müsse aber mit etwas längeren Fahrzeiten gerechnet werden.

Abschließend blieb Udo Siegel nur noch, den Gemeinderäten für die engagierte Zusammenarbeit zu danken. Die obligatorische Weihnachtsfeier müsse auch dieses Jahr entfallen, sagte er etwas enttäuscht, machte jedoch ein wenig Hoffnung: Nächstes Jahr könnte es ein gemeinsames Sommerfest geben, denn der Austausch untereinander in den Nachsitzungen gehöre einfach dazu. lbö