An einem Fest lässt man es krachen. Das nahmen die Böllerschützen von "Hubertus" Trailsdorf sowie von "Frankonia" Neuses wörtlich. Sie feierten das zehnjähriges Gründungsjubiläum der Böllerschützengemeinschaft beim großen Gau-Böllerschützenfest des Schützengaus Oberfranken-West auf dem Areal der Neuseser Frankonia-Schützen.
Beim Platzschießen, bei dem sich über 20 Böllergruppen aus den Schützenvereinen beteiligten, wurde es so richtig laut. Einmal fast rund um den Sportplatz standen die Böllerschützen auf der Seitenauslinie im Abstand von zwei Metern zueinander. Fünf Kanonen und ein Standböller waren ebenfalls etwas abseits aufgebaut.
Nach der Begrüßung durch die beiden Kommandanten der Böllergruppen, Manfred Schuster für Neuses und Robert Linz für Trailsdorf, gab es eine Premiere: Pfarrer Matthias Steffel kommandierte den ersten Salut zum Gedenken an die verstorbenen Böllerschützen: "Laden", "Verdämmen", "Zündhütchen setzen", "Spannt den Hahn", "Hoch legt an", "Gebt Feuer".
Das erste Kommando des Geistlichen klappte hervorragend. Dann übernahm der stellvertretende bayerische Böllerreferent und Böllerreferent von Oberfranken, Adolf Reusch das Kommando für die weiteren Schussfolgen: "Langsames Reihenfeuer", "Schnelles Reihenfeuer", "Doppelschlag" und abschließend nochmals einen "Salut".
Die Böllerschützengemeinschaft Neuses-Trailsdorf entstand, als sich vor zehn Jahren einige Schützen der beiden Vereine von "Frankonia" Neuses und "Hubertus" Trailsdorf getrennt voneinander überlegten, böllern zu wollen. Und nachdem sie nicht nur Nachbarn, sondern die beiden Vereine auch Paten sind und man beim Böllern auch nie zu viele sein kann, war man sich von Anfang an einig, vorwiegend zusammen als Böllerschützengemeinschaft aufzutreten. erl