Mit den sprichwörtlichen Siebenmeilenstiefeln geht die Gemeinde die Sanierung des Kirchweihplatzes in Marktgraitz an. Bei der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres in der Schulturnhalle stellte Bürgermeister Jochen Partheymüller das Projekt vor.

Die Abgrenzung des hinteren Bereiches der Nachbarschaft mit Betonteilen wurde bereits erledigt. Die Busse sollen auf der Seite, wo sich das jetzige Wartehäuschen befindet, zum Stehen kommen. Das Häuschen selbst muss einem Neubau weichen und wird abgerissen. In der Tiefe wird es genügend Platz für Wartende geben. Das Dach könnte begrünt werden. Auch wird eine ausreichende Beleuchtung des ganzen Platzes und der Wartestelle eingeplant. Die Zuführung zum Häuschen wird eine sechs Meter lange Rampe bilden, um Barrierefreiheit zu gewährleisten. Die Parkplätze im vorderen Bereich sollen bestehen bleiben und mit verschiedenen Pflasterfarben gekennzeichnet werden. Eine Sitzgruppe mit Ruhebänken sollte ebenfalls verwirklicht werden. Ansonsten will man versuchen, so viel Grün wie möglich zu integrieren. Als nächstes steht Partheymüller zufolge nun die Vorstellung beim Landratsamt und beim Kreisbauhof auf dem Programm.

Die Abfallcontainer werden der Planung zufolge verschwinden. Sie sollen nach Rücksprache mit dem FC Marktgraitz im äußeren Bereich des Sportgeländes bei den Parkplätzen platziert werden. Der Platz soll mit einer Hecke eingegrünt werden.

Eine weitere Sanierung soll der Kirchenweg von der Schule bis zum Friedhof erfahren. Den Weg und den Platz habe die Gemeinde nun von der Kirchenstiftung zu einem fairen Preis erworben, so der Bürgermeister. Neben dem Asphalt soll womöglich auch die Wasserleitung auf knapp 600 Quadratmetern erneuert werden. Auch sei eine ausreichende Beleuchtung eingeplant, stellte Partheymüller das Projekt vor. Angebote für die Arbeiten würden demnächst eingeholt.

Weiteren Gesprächsbedarf über die Sitzung bringt der Anrag mit sich, in der Steinachstrasse und im Erlenweg Tempo 30 einzuführen. Michael Lang von der Polizei Lichtenfels, der deswegen vor Ort war, hatte erklärt, dass es möglich sei, eine komplette Tempo-30-Zone in diesen Straßen einzuführen. Bürgermeister Partheymüller führte dazu aus, dass leider grundsätzlich zu schnell gefahren werde. Egal ob Tempo 50 oder Tempo 30, jeder Verkehrsteilnehmer habe so zu fahren, dass er niemand anderen gefährde.

Schuldenabbau vorrangig

Den Bericht über die Prüfung der Jahresrechnung hatte der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Jörg Partheymüller, vorgetragen. Die wichtigste Botschaft dabei war es, dass der Schuldenabbau weiter voranzutreiben sei. Die Gemeinde sei angehalten, ihre restriktive Ausgabenpolitik fortzusetzen. Möglich sei auch der weitere Verkauf von Bauplätzen. Auch sollten beschlossene Maßnahmen zügig umgesetzt werden.

Kämmerer Tobias Grünbeck zufolge belief sich der Verwaltungshaushalt 2019 auf 2,02 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt auf 1,06 Millionen. Der Gesamthaushalt belief sich also auf 3,08 Millionen Euro. Die geplante Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt wurde um rund 120 000 Euro übertroffen und liegt nun bei 284 000 Euro. Grünbeck hob vor allem die positive Entwicklung des Einkommensteueranteils der Gemeinde hervor. Jedoch sollte zeitnah über eine Gebührenanpassung bei der Abwasserbeseitigung nachgedacht werden.

Als sehr positiv wurden die Besucherzahlen des Lehrschwimmbeckens bis zum Beginn der Corona-Pandemie wahrgenommen.

So hatten in diesem letzten Jahr 3054 Personen das Bad besucht, was für die Größe doch sehr enorm sei, so Bürgermeister Jochen Partheymüller. Die Verbesserung der Homepage der Verwaltungsgemeinschaft sei in vollem Gange und zeige schon jetzt ein sehr positives Bild auf, erklärte der Bürgermeister.

Gegen den Umbau der ehemaligen Gastwirtschaft in der Lettenreuther Straße in eine Korbmacherwerkstatt gab es keine Einwände.