Falsbrunn — Einen Kirchweihumzug mit vier Wagen veranstalteten die Falsbrunner "Kerwasjunga" bei ihrer Kirchweih am Sonntag. Auch heuer wieder hatten sie zündende Ideen und entsprechend humorvolle Themen parat, die sie auf ihren Wagen darstellten.
So hatte zum Beispiel der erste Wagen das Thema "Schleimiger Vogelschiss" zum Inhalt. Dabei ging es um einen Falsbrunner Gartenbesitzer, der an einem schönen Sommertag etwas im Garten arbeiten wollte. Doch kaum hatte er sich zu der Aktion entschlossen, als ihm etwas Feuchtes auf den Kopf tropfte. Er dachte zuerst, es sei die "Hinterlassenschaft" eines Vogels, doch dann bemerkte er, dass ihm sein Sohn vom Balkon aus vollgespuckt hatte.
Auf dem zweiten Wagen wurde das Thema "Nichts ohne meine Müllertüte..." aufgegriffen. Dabei ging es um eine Hochzeit, die auf einer Berg-hütte gefeiert wurde. Weil ein Hochzeitsgast dem Alkohol zu sehr zugesprochen hatte, muss-te er sich plötzlich übergeben. Um das Erbrochene "ordnungsgemäß zu entsorgen", benutzte er in seiner Not eine "Müllertüte", die seine Frau zufällig bei der Hand hatte.

Die weiteren Themen

Der dritte Wagen befasste sich mit dem "Vollrausch im Heu...!" und thematisierte eine Episode bei einem Fest in Falsbrunn: Dabei bevorzugte ein betrunkener Festgast als Schlafstelle das Heu in der Scheune, statt nach Hause in sein Bett zu gehen. Als er dann zu früher Morgenstunde erwachte, besann er sich doch noch auf sein Bett daheim und suchte es auf. Die Bettruhe neben seiner Frau währte aber nicht lange.
Er ging zurück in die Scheune und legte sich lieber wieder ins wärmende Heu! Seine Frau bemerkte zu ihrem Entsetzen nur, dass er ordentlich Schmutz im Bett hinterlassen hatte.
Der vierte Wagen hatte den Beitrag "Mann sucht und Mann findet..." zum Inhalt. Dabei wurde thematisiert, wie ein Falsbrunner Mann wegen starker Bauchschmerzen ins Krankenhaus kam und ihm der Blinddarm entfernt wurde. Als ihn sein Kumpel am nächsten Tag im Bamberger Klinikum besuchen wollte, wurde ihm an der Pforte mitgeteilt, dass hier kein Falsbrunner liege. Nach langem hin und her stellte sich schließlich heraus, dass der Patient nicht im Bamberger, sondern im Burg-ebracher Krankenhaus war.
Im Anschluss an den Umzug gab es wie immer die obligatorische Kerwapredigt, die im Hof der Gaststätte Neff vorgetragen wurde. Frank Einacker und Jochen Koch zogen dabei nochmals kräftig vom Leder und schilderten auf humorvolle Weise die Vorkommnisse in dem Rauhenebracher Gemeindeteil, die im letzten Jahr "nicht ganz glatt" gelaufen waren. Musikalisch wurde der Umzug in Falsbrunn von der Blaskapelle "Rauhe Ebrach" begleitet. heki