Damit die Umbauarbeiten am Deutschen Schustermuseum in Gang kommen können, wurden in der Sitzung des Stadtrates die entsprechenden Entscheidungen getroffen. Für die Errichtung einer weiteren Urnenanlage auf dem Friedhof konnten die Fundamentarbeiten vergeben werden.

Bereits in seiner Sitzung vom 3. Juli des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, neben der bereits bestehenden polygonalen Urnenanlage auf dem Friedhof eine sogenannte "Zwillingsanlage" zu errichten. Bei einem Ortstermin mit der Firma Kronimus stellten sich aufgrund der langen Lieferzeiten Probleme heraus, über die der Stadtrat informiert worden war. Wie Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) in diesem Zusammenhang erläuterte, soll die Anlage im Frühjahr 2019 errichtet werden. Das wirtschaftlichste der acht abgegebenen Angebote reichte mit gut 25 000 Euro die Firma Vogt Garten- und Landschaftsbau aus Kirchlein ein. Die Auftragsvergabe erfolgte einstimmig.

Mit den Planungsleistungen der Umbauarbeiten am Deutschen Schustermuseum war das Architektenbüro Huth beauftragt worden. Von dieser Seite kam jetzt die Information, dass es bei der Ausschreibung der Einzelgewerke gewisse Probleme gegeben hatte, und es wurde deshalb vorgeschlagen, den Abgabetermin auf den 14. Februar festzulegen. Um dennoch einen kurzfristigen Beginn der Bauarbeiten zu erreichen, regte das Architekturbüro Huth an, nicht erst bis zur März-Sitzung des Stadtrates zu warten, sondern die Verwaltung zu ermächtigen, bei Gewerken, deren Auftragssumme voraussichtlich über 10 000 Euro liegen, Aufträge zu erteilen. Zwar hätte er es sich gewünscht, so Stadtrat Michael Doppel (FWG), dass bei derartigen Summen zumindest die Fraktionsvorsitzenden vorab eine Information erhalten, jedoch sah Stadtrat Wolfgang Sievert (SPD) eine derartige Dringlichkeit nicht, denn einmal sollten derartigen Entscheidungen der Bürgermeisterin und der Verwaltung zugetraut werden und andererseits erhalten alle Mitglieder des Stadtrates am 12. März ohnehin die entsprechenden Informationen über die Vergabe der Arbeiten.

Stadtrat Alexander Hanna (Bürgerverein) erinnerte daran, dass auch das Zukunftskonzept des Schustermuseums selbst weiterentwickelt werden sollte. Ohne Gegenstimmen ermächtigte der Stadtrat dann die Bürgermeisterin Christine Frieß, die Gewerke der Baumeisterarbeiten und haustechnischen Installation für das Schustermuseum eigenverantwortlich zu vergeben.

Stadthallen-Balkon marode

Bei der allgemeinen Aussprache erkundigte sich Stadtrat Thomas Müller (Bürgerverein) über die Kanalarbeiten am Hainweiherer Berg. Geschäftsleiter Sven Dietel verwies darauf, dass bei den Erdarbeiten auch ein bislang unbekannter Kanal zutage getreten sei.

Zugleich beantwortete Geschäftsleiter Dietel eine weitere Anfrage von Stadtrat Müller, dass der Balkon der Stadthalle abgebrochen werde, da ein Statiker festgestellt hätte, dass Gefahr in Verzug sei, weshalb die Verwaltung eine schnelle Entscheidung treffen musste.