Eckehard Kiesewetter Wenn"s um die Dorferneuerung geht und den Bericht vor der eigenen Haustür, dann fühlt sich jeder betroffen. Dementsprechend groß war das Interesse an der Bürgerversammlung in der alten Schule von Hohnhausen, zu der Bürgermeister Hermann Niediek Referenten vom Amt für ländliche Entwicklung und vom Planungsbüro Alka geladen hatte. Kurz vor Jahresende war die Ortsdurchfahrt, lange Zeit durch Kanal- und Wasserleitungsbau unpassierbar, mit einer Teerdecken versehen worden.

Jetzt geht es an die Gestaltung der Gehsteige und Randbereiche und da sprechen die Bürger mit ihren individuellen Wünschen und Gestaltungsvorschlägen ein Wörtchen mit. Klaus Römert und Marius Röder vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) und Kai Niedergesäß vom Haßfurter Planungsbüro zeigten den Zuhörern Fördermöglichkeiten für private Anwesen im Bereich der Dorferneuerung auf und erläuterten, was es im Detail zu beachten gilt.

Bis zu 35 Prozent

Grundsätzlich, so schärften sie den Bürgern ein, dürfe mit einer Maßnahme erst begonnen werden, wenn ein entsprechender Förderantrag eingereicht und genehmigt ist. Förderfähig seien dorfgerechte bauliche Veränderungsmaßnahmen sowie die Umnutzung und -gestaltung von Wohnhäusern oder beispielsweise die Umgestaltung von Landgaststätten zu Wohnzwecken. Es gehe um Förderquoten bis zu 35 Prozent, maximal 50000 Euro. Die Formulare und Bedingungen finden sich auf der Homepage des ALE.

Wie Ingenieur Niedergesäß mitteilte, sollen der Kastanien- und Lindenplatz und der Bereich um den Löschweiher noch in die Planung aufgenommen werden. Dann will man auch den Weg zwischen Feuerwehrhaus und Schwimmbad neu gestalten. Wie er versprach, werden die Bürger beizeiten informiert.

Versammlungsteilnehmer sprachen an, dass die ohnedies schadhafte Königsberger Straße durch die Straßenbaumaßnahme stark in Mitleidenschaft gezogen sei und fragten an, ob dies nicht auch ins Fördergebiet einbezogen werden könne. Der Bürgermeister und die Amtsvertreter wollen sich deswegen zusammensetzen und das Thema soll demnächst im Marktgemeinderat angesprochen werden. Beim aktuellen Zustand werde es nicht bleiben, versprach Niediek, der die Gelegenheit auch zu einem Rückblick auf die zu Ende gehende Amtszeit als Bürgermeister nutzte. Er sei stolz, weil viel erreicht wurde.

Da noch immer nicht alle Rechnungen vorliegen und keine Abschlüsse gemacht sind, lehnte er eine Stellungnahme zu der Frage ab, welche Beiträge die Bürger für die Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen zu zahlen hätten. Er wolle keine falschen Zahlen in die Welt setzen. Niediek: "Was ich jetzt sage, kann immer falsch sein und später bin ich dann der Dumme".

Neue Straßennamen?

Aus Zuhörerreihen kam die Anregung, in Hohnhausen Straßennamen zu vergeben und die Hausnummern neu zu ordnen, um beispielsweise Rettungsdienste vor unnötigen Irrfahrten durchs Dorf zu bewahren. Niediek signalisierte grundsätzliche Bereitschaft, sofern dies ausdrücklich Wunsch der Bürger sei. Er machte aber darauf aufmerksam, dass dies mit Aufwand und Kosten verbunden ist. Schließlich müssten alle wo auch immer erforderlichen Adressangaben geändert werden.