von unserem Mitarbeiter Thomas Micheel

Redwitz — Der Gemeinderat möchte mehr Transparenz gegenüber der Bevölkerung zeigen und stellt in Zukunft einen Tag nach einer öffentlichen Gemeinderatssitzung ein vorläufiges Protokoll ins Internet. Zeitnah wird dieses dann durch das endgültige Protokoll ausgetauscht.
Als erfreulich bezeichnete Bürgermeister Mrosek die Mitteilung des neuen Leiters des Straßenbauamtes, Uwe Zeuschel, dass die Umleitung über Obristfeld "vom Tisch" sei und eine Behelfsstraße auf dem Flurbereinigungsweg Richtung B 289 während der Brückensanierung auf der B 173 als Umleitungsstrecke gebaut werde. Die Straße werde 6,50 Meter breit und könne auch den Schwerlastverkehr aufnehmen.
Die Ausschilderung einer Umleitungsstrecke werde nicht mehr erfolgen. Die Kosten betragen etwa 1,4 Millionen Euro. Die Bauzeit der Brücke werde sich um ein Jahr auf 2015 verschieben. Die Behelfsstraße soll möglichst noch in diesem Jahr oder nach der Winterpause im Jahr 2015 gebaut werden. Auf der B 289 werde eine leistungsfähige Linksabbiegerspur mit Ampel errichtet. Nach Beendigung der Baumaßnahme werde die Straße zurückgebaut und rekultiviert, informierte der Bürgermeister weiter.
Es sei aber auch möglich, eine Teilfläche von zum Beispiel drei Metern Breite als öffentlichen Weg zu erhalten. Straßenbaulastträger wären dann die Gemeinden Redwitz und Marktzeuln.

Nutzungsausfall wird bezahlt

Den Grundstückseigentümern und Pächtern werden die Planungen auf einer Veranstaltung vorgestellt. Es werde ein Nutzungsausfall für die Bauzeit gezahlt beziehungsweise, falls bei einer teilweisen Belassung der Straße Grunderwerb notwendig sei, müssen diesen die Gemeinden tragen. Der verspätete Baubeginn habe keine Auswirkung auf die anstehende Sanierung der Rodachbrücke am Feuerwehrhaus, informierte der Bürgermeister auf Nachfrage von Jochen Körner. Der regte an, für die geplante neue Rodachbrücke einen Geh- und Fahrradweg mit einzuplanen, wenn die alte Rodachbrücke auf Grund ihres altersgemäßen Zustandes irgendwann einmal gesperrt werden müsse.
Jürgen Gäbelein richtete ebenso den Blick für die Radfahrer nach vorn: Sollte die geplante Umleitungsstrecke als Flurbereinigungsweg erhalten bleiben, sah er für Radfahrer eine dritte Möglichkeit, um nach Burgkunstadt zu kommen. Daher sollte man eine Anbindung des Radweges von Redwitz aus kommend im Auge behalten. Der Bürgermeister nahm die Vorschläge auf und will sie einbringen.

Genossenschaft für Solarpark

Zur Errichtung eines Solarparks durch die Firma Solwerk, Bamberg, in Unterlangenstadt teilte Mrosek dem Gemeinderat mit, dass die ursprüngliche Planung wieder aufgenommen sei und der Solarpark an der gleichen Stelle und in gleicher Größe entstehen soll.
Allerdings entfalle das Weiher-grundstück (Biotop), und die Leistung soll deshalb nur ein MW betragen. Die Module werden bis maximal 2,50 Meter hoch und ohne Fundamente eingerammt. Geplant sei nunmehr, als Betreiber des Solarparks eine gemeinnützige Bürgergenossenschaft zu gründen. Die Genossenschaftsmitglieder sollen den Solarpark zu 100 Prozent finanzieren. Die Anschaffungskosten betragen rund eine Million Euro.
Ein Genossenschaftsanteil soll 5000 Euro kosten, wonach 200 Genossen benötigt werden. Sobald die Genossenschaft Gewinn macht, werde auf den Genossenschaftsanteil auch ein Gewinn ausgeschüttet. Weiteres Ziel sei die Versorgung der Genossen mit günstigerem, selbst erzeugtem, grünem Strom zu Selbstkosten ohne Gewinnerzielungsabsicht.
Sollte innerhalb von sechs Monaten keine Genossenschaft gegründet oder ausreichend Genossen gefunden werden können, so behalte sich die Firma Solwerk vor, den Solarpark anderweitig zu vermarkten. Gerhard Gold forderte eine Beispielsberechnung aus der Sicht eines Bürgers, der sich beteiligen will. Jürgen Gäbelein verlangte eine "ordentliche Prüfung". Egon Neder sprach sich gegen den geplanten Standort aus.

Solarfirma wird öffentlich gehört

Das Gremium vereinbarte, der Firma Solwerk die Möglichkeit zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zu bieten. Diese soll nach Auskunft der Firma am Mittwoch, 25. Juni, ab 17 Uhr im Gemeinschaftsraum der Neuen Schule in Unterlangenstadt stattfinden.
Dem Gemeinderat lag noch keine Meldung über einen Jugendbeauftragten vor, ließ Bürgermeister Christian Mrosek (CSU) wissen. Man wolle für die Besetzung dieses Postens die Ortsvereine anschreiben.