Lohr — Das Evangelisch-Lutherische Dekanat und das Diözesanbüro Main-Spessart haben unter dem Motto "Miteinander geht es besser" eine Zweitagesfahrt nach Eisenach organisiert. Unter der Reiseleitung von Dekan Michael Wehrwein waren 44 Teilnehmer aus beiden Kirchen unterwegs.
Bei einer Kostümführung erlebte eine Gruppe Mönch Heinrich auf Reise durch die Eisenacher Geschichte. Er erzählte Geschichten, Sagen und Legenden von Rittern und Sängern, Heiligen, Mönchen und Musikanten. Die zweite Gruppe wurde von Johanna, der Magd aus dem Hause Cotta geführt. Als geschwätziges Weib erzählte sie aus Luthers Stadt kurzweilig über fromme Magister und gelehrige Lateinschüler, Pfaffen, Mönche und Nonnen sowie über die neuen Lehren des Dr. Martinus Luther und manch seltsamer Sitte zu Isenach im Jahre des Herrn 1525. Später stand mit der Aufführung des Musicals "Luther-Rebell wider Willen" im Landestheater der wichtigste Programmpunkt an.

Junker Jörg und die Demokratie

Am folgenden Tag ging es auf die Wartburg. Hier fand der Sängerwettstreit statt, hier lebte zeitweise Elisabeth von Thüringen. Hier übersetzte Martin Luther, der als Junker Jörg nach der Verhängung der Reichsnacht auf dem Reichstag von Worms 1521 von seinem Landesherrn auf der Burg versteckt wurde, die Bibel. Hier trafen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Burschenschaft zum Wartburgfest und stellten die Forderung nach einem einheitlichen Deutschland mit demokratischen Grundregeln auf. Dekan Wehrwein gab geistliche Impulse und Erläuterungen zum Leben und zur Lehre Luthers und zu seiner Bedeutung für die Ökumene. red