26 junge, angehende Landschaftsgärtner und - gärtnerinnen aus Frankreich waren in dieser Woche im Landkreis Kulmbach unterwegs und besuchten unter anderem auch den Garten- und Landschaftsbau Ramming und Tröster im Neuenmarkter Ortsteil Schlömen. Ekkehard Schwinge von der Staatlichen Berufsfachschule Höchstädt an der Donau, die zugleich das Bildungs- und Kompetenzzentrum für den Garten- und Landschaftsbau in Bayern bildet, betreute die jungen Franzosen, die unter anderem auch Gast der Landesgartenschau in Bayreuth waren.
Die Partnerschaft zwischen den französischen und bayerischen Landschaftsgärtnern geht bereits auf das Jahr 1983 zurück. Dazu Ekkehard Schwinge, der zwar schon im Altersruhesitz ist, aber immer noch wöchentlich einige Stunden an der Berufsfachschule unterrichtet und auch die beiden Landschaftsbaumeister Thomas Tröger und Roland Ramming unter seinen Fittichen hatte: "1983 waren die Franzosen aus der Bretagne, genauer gesagt aus Auray, zu einem Besuch in Bayern. Anlass war die internationale Gartenschau 1983 in München, die damals mit 11 Millionen Besuchern ein riesiger Erfolg war. Anlässlich dieses Besuches haben sich die Franzosen auch eine Unterstützung vom Verband für Garten- und Landschaftsbau erbeten, auch einmal eine Berufsschule in Bayern zu besuchen. Unsere Berufsschule in Höchstädt an der Donau wurde 1980 gegründet und war damals noch eine ganz jugendliche und frische Berufsschule." Bei dieser Gelegenheit wurde beschlossen, eine Partnerschaft zu bilden.


Schon 17 Mal in der Bretagne

Ekkehard Schwinge ist mit seinen Schülern bereits 17 Mal in die Bretagne gefahren, jeweils für eine Woche. Und im Gegenzug sind die Franzosen immer nach Bayern gekommen: "Das ist ein guter und intensiver Austausch und ich habe für die Franzosen für diese Woche ein Fachprogramm gemacht. Gestern waren wir auf der Landesgartenschau in Bayreuth und heute besuchen wir den Betrieb Ramming und Tröster." Ekkehard Schwinge: "Die Landesgartenschau hat die Franzosen durchaus beeindruckt, vor allem in der Größe, denn das ist in Frankreich nicht so üblich."
Am heutigen Donnerstag wird ein großer Landschaftsbaubetrieb in München mit etwa 120 Mitarbeitern und verschiedenen Standbeinen besucht.
Am morgigen Freitag steht ein Besuch der GALA-Bau in Nürnberg auf dem Programm, die größte Technikmesse im Garten- und Landschaftsbau in Europa. Und am Samstag fahren die Franzosen wieder nach Hause. Werner Reißaus