Rund 200 Zuschauer haben mit großer Begeisterung die Schauübung anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Feuerwehr Beuerfeld verfolgt. Dabei zeigte sich: Auf dem Land kann man sich auf die Feuerwehr noch verlassen!
Innerhalb kürzester Zeit waren fünf Wehren in Beuerfeld. Über Funk wurde diesen ein Brand wurde in der Kraftfahrzeugwerkstatt Welsch gemeldet. Die Sirene ertönte und als erstes traf die Wehr von Beuerfeld mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug 44/1 ein. Die freiwilligen Helfer bereiteten den Erstangriff vom Hydranten aus vor. Schläuche wurden angekoppelt und verlegt und mit zwei Strahlrohren zum Gebäude zum Löschen gelaufen. Zuerst erhielten die Wehrmänner Einweisungen durch den Gesamt-Einsatzleiter, Kreisbrandmeister Manfred Brückner, sowie vom Abschnittsleiter, Manfred Heidl, zur Vorgehensweise. Den Ablauf der gesamten Großübung kommentierte Kreisbrandinspektor Stefan Püls (Bad Rodach), der auch die zahlreichen Zuschauer begrüßte.
Zwischenzeitlich rückte die Feuerwehr Großwalbur mit ihrem Mehrzweckfahrzeug 11/1 an. Die Koordinierung des Einsatzes erfolgte zusammen mit dem Einsatzleiter und dem Kommandanten von Beuerfeld, Ulrich Wachsmann. Aus der Nachbarschaft war auch die Feuerwehr Lautertal mit ihrem Tanklöschfahrzeug 20/1 vor Ort. Sie übernahm den Innenangriff in die Werkstatthalle zur Menschrettung sowie Bergung von Maschinen, Traktoren und Staplern. Rauchschwaden drangen aus der Werkstatt, so dass Atemschutzträger in das Gebäude vordrangen. Sie retteten einen Mitarbeiter. Darüber hinaus übernahm die Lautertaler Wehr mit ihrem Löschgruppenfahrzeug 42/1 die Wasserversorgung vom Löschwasserbehälter zum Objekt. Die Lautertaler übergaben dann an die Moggenbrunner Wehr den Tragkraftspritzenanhänger, der die große Drehleiter - die inzwischen von der Feuerwehr Bad Rodach - nach Beuerfeld entsandt wurde - mit Wasser speiste. Von der Nordseite her bekämpfte damit die Feuerwehr Bad Rodach den Brand.


Und dann noch ein Unfall

Zum Einsatz kam auch die Feuerwehr Wiesenfeld. Sie baute mit ihrem Löschgruppenfahrzeug 43/1 eine Wasserversorgung auf und übernahm die Brandbekämpfung sowie die Sicherung der angrenzenden Gebäude. Des Weiteren speiste das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Lautertal Wasser ein zur Brandbekämpfung mit der Drehleiter.
Mit ihrem Tanklöschfahrzeug 21/1 und dem Voraus-Rüstwagen 62/1 stand die Feuerwehr Meeder bereit. Sie kam zum Einsatz bei einem Unfall der sich während des Brandes ereignete. Ein riesiger Teleskoplader fuhr aus einer Scheune und direkt in ein Auto. Die Wehrmänner übernahmen die Rettung der zwei eingeklemmten Personen. Sie mussten zur Bergung zahlreiche Gerätschaften, unter anderem die Rettungsschere, einsetzen. Nach Abschluss der Übung erhielten die Kameraden großen Beifall. Als Beobachter verfolgte Kreisbrandrat Manfred Lorenz die Schauübung (weitere Berichte zum Jubiläum in Beuerfeld lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe). kagü