Im Kellerduell in der Basketball-Liga ProB Süd hatte der BBC Coburg am Samstagabend bei den Arvato College Wizards aus Karlsruhe mit 80:81 (43:37) das Nachsehen. In einem packenden Duell, das die Karlsruher erst drei Zehntelsekunden vor Schluss für sich entschieden, hatten die Coburger den Sieg schon so gut wie in der Tasche, verschenkten aber kurz vor dem Ende noch einmal den Ball. Beim Debüt von BBC-Trainerin Jessica Miller kassierte das Team die fünfte Niederlage in Folge. Bester Werfer wurde nach überstandener Verletzungspause Leon Bulic mit 19 Punkten.

Den Siegeswillen konnte man den Basketballern aus der Vestestadt am Samstagabend wahrlich nicht absprechen. Auch mit zwölf Punkten Rückstand zu Beginn des Schlussviertels gaben sich die Coburger nicht geschlagen und bissen sich zurück in die Begegnung. Ob nun am Ende ein unüberlegter Pass in Bedrängnis, eine vermeintliche Fehlentscheidung der Schiedsrichter oder doch das unterirdische dritte Viertel der Grund für die Niederlage war, lässt sich nicht eindeutig sagen. "Das Spiel war natürlich nicht perfekt, wir haben noch viel mit dieser jungen Mannschaft zu arbeiten. Die Jungs wissen das auch. Dennoch war ich mit der Leistung zufrieden, wir haben hart und mit Energie gespielt", ordnete die Übungsleiterin des BBC die Leistung der Mannschaft ein.

ProB Süd

College Wizards Karlsruhe -

BBC Coburg 81:80 (37:43)

Jessica Miller konnte personell aus dem Vollen schöpfen und schickte zunächst Tyreese Blunt, Sven Lorber, Princeton Onwas, Wolf und Leon Bulic auf das Parkett. Nach einem Dreier der Wizards schloss Blunt ansehnlich per Alley-Oop in Co-Produktion mit Lorber ab (3:2, 2.). Der BBC zeigte im weiteren Verlauf des ersten Viertels offensive Schwächen. Die Wizards hingegen kamen oft zu einfachen Punkten. Nach einem Dreier von Blunt und verwandelten Freiwürfen durch Bulic und Wolf kämpfte sich der BBC zurück und glich zum 15:15 aus (7.). Erstmals in Führung ging der BBC wiederum durch Alley-Oop, diesmal schloss Blunt auf Zuspiel von Onwas zum 15:17 ab.

Im zweiten Viertel startete Onwas mit einem Ballverlust, holte sich anschließend das Spielgerät aber nach einem Karlsruher Fehlwurf wieder zurück und verwandelte auf der anderen Seite per Korbleger (11.). Miller coachte energisch an der Seitenlinie, und auch Kapitän Wolf dirigierte auf dem Court lautstark seine Defensive. Lucas Wobst und Adrian Worthy brachten nach ihren Einwechslungen viel Schwung ins Spiel, in der Folge konnte sich der BBC auf 12 Punkte absetzen (14.). Bis zur Halbzeitpause fiel bei den Coburgern allerdings bis auf einen Dunk und einen Korbleger von Bulic kaum noch etwas, Karlsruhe konnte Anschluss halten. Beim Stand von 37:43 verabschiedeten sich die Kontrahenten in die Pause.

Die Hausherren kehrten mit Schwung aus der Kabine zurück und kamen durch einige erfolgreiche Abschlüsse des Routiniers Rouven Roessler bis auf zwei Zähler heran (23.) und egalisierten danach durch Chukwudi die Coburger Führung. Mit einem Lauf zogen nun die Baden davon. Aufgrund einer mageren Ausbeute der Oberfranken von nur zehn Zählern im dritten Viertel bauten die Karlsruher ihren Vorsprung auf 61:53 aus. D

Der BBC blieb jedoch im letzten Viertel hartnäckig und blieb nach einem Dreier von Lorber und einigen Zählern von Wolf im Spiel. Nach einem unsportlichen Foul durch Rupp kam der BBC durch Lorber bis auf einen Punkt ran. Auch Bulic behielt die Nerven an der Freiwurflinie und brachte die Coburger zweieinhalb Minuten vor Spielende wieder in Führung.

Einen Dreier von Rupp beantwortete Lorber auf der Gegenseite kaltschnäuzig und netzte von der Dreierlinie zum 79:78 ein. Anschließend kassierte Rupp sein zweites unsportliches Foul und Wolf traf beide Freiwürfe.

Umstrittene Schiedsrichterentscheidung

Nach einem schlechten Pass von Blunt verlor Onwas den Ball und die Wizards kamen acht Sekunden vor dem Ende mit einem Punkt Rückstand noch einmal in Ballbesitz. Scheinbar mühelos spazierte Zaire Thompson durch die Coburger Defensive und schloss per Korbleger zum 81:80-Endstand ab. Die Schiedsrichterentscheidung acht Sekunden vor Spielschluss war für BBC-Coach Jessica Miller allerdings fragwürdig: "Bei der Videoanalyse nach dem Spiel stellte sich heraus, dass Prince noch im Spielfeld und der Ball nicht im Aus war. Das ist natürlich ärgerlich für uns. Im Nachhinein können wir aber nichts tun, außer aus der Situation zu lernen. Wir hätten in diesem Moment besser passen, oder in der Defensive noch einen Stopp erzwingen müssen", erläuterte die Texanerin.

Die nächste Gelegenheit auf wichtige Punkte gibt es für den BBC Coburg am kommenden Samstag um 16 Uhr beim Heimspiel gegen die Oberhaching Tropics. js BBC Coburg: Bulic (19 Punkte), Lorber (14), Onwas (13), Blunt (11), Wolf (11), Wobst (5), Worthy (3), Schultz (2), Schönbäck (2), Nita