Nach dem Lizenzprüfungsverfahren nehmen die Bayreuth Tigers als sportlich qualifiziertes Team in der Saison 2017/2018 an der DEL2, der zweiten deutschen Eishockey-Liga teil. Die Saison startet am 15. Juli mit insgesamt 14 Teams. Neben den Bayreuth Tigers sind das der EC Bad Nauheim, die Bietigheim Steelers, die Eispiraten Crimmitschau, die Dresdner Eislöwen, die Löwen Frankfurt, der EHC Freiburg, die Heilbronner Falken, die Kassel Huskies, der ESV Kaufbeuren, die Lausitzer Füchse, die Ravensburg Towerstars, der SC Riesersee sowie die Tölzer Löwen, die den Sprung aus der Oberliga in die DEL2 geschafft haben.


Es fehlten 170 000 Euro

Vorausgegangen waren vier Monate harter und intensiver Arbeit der neu gegründeten Bayreuth Tigers Eishockey GmbH und deren Geschäftsführer Margrit und Matthias Wendel. Gerade die Situation um den in Schieflage geratenen Stammverein bedurfte massiver Anstrengungen. Das Ergebnis war, dass der EHC Bayreuth nun schuldenfrei ist und somit eine positive Fortführungsprognose bescheinigt werden kann.
"Es waren lange und zum Teil zähe Verhandlungen zwischen den Parteien, die viel Kraft und Energie gekostet haben. Viele Unstimmigkeiten konnten zum großen Teil aus dem Weg geräumt werden. Am Ende haben aber knapp 170 000 Euro im Verein gefehlt, die letztlich alleine mit Hilfe unserer Gesellschafter nun dem Stammverein zur Verfügung gestellt wurden", erklärt Matthias Wendel.
"Die Fronten sind jetzt geklärt. Wir hoffen nun, dass alle Parteien in Ruhe arbeiten können und die Streitigkeiten bzw. Diskussionen, die man unserer Meinung nach nicht nach außen hätte kommunizieren sollen, weniger werden. Die Ansatzpunkte dafür werden auch geringer - und das macht uns ein bisschen Hoffnung", ergänzt Margrit Wendel.
Der Kader steht in großen Teilen und wird voraussichtlich nur marginal ergänzt. "Anfang der Woche geben wir noch den Spieler, der die vierte Kontingentposition einnehmen wird, bekannt. Wir hoffen, in Kürze die Verlängerungen mit Jan Pavlu und Friedrich Hartung veröffentlichen zu können. Zudem gehen wir derzeit davon aus, dass ein bis zwei Akteure per Förderlizenz aus Nürnberg zu uns stoßen werden. Die Kooperation mit den Thomas Sabo Ice Tigers ist toll und wird gelebt. Ob im Herbst noch ein Akteur, nach Möglichkeit ein deutscher Stürmer, hinzukommen wird, hängt davon ab, ob dieser wieder teilweise privat finanziert werden kann", so Margrit Wendel. ck