Gute Laune bei der SpVgg Oberfranken Bayreuth: Durch einen 2:0-Sieg über den oberfränkischen Rivalen SpVgg Bayern Hof haben sich die Wagnerstädter ein Sechs-Punkte-Polster auf die Relegationsplätze in der Fußball-Regionalliga Bayern geschaffen und können beruhigt in die folgenden zwei Auswärtsspiele bei der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München und dem Überraschungsaufsteiger VfR Garching gehen.
Vor 750 Zuschauern im Weismainer Waldstadtion erwischten die Bayreuther einen Traumstart. Auf fast schon indiskutabel tiefem Geläuf, das unter dem Dauerregen minütlich schlechter wurde, agierten sie hellwach und kauften den Hofern den Schneid ab. Nach nur acht Minuten versenkte der bärenstarke Philipp Hannemann einen Böhnlein-Eckball per Kopf zur frühen Führung.
Zwar verpassten es die Gastgeber in einem Abnutzungskampf nachzulegen, doch hatte man im Defensivverbund auch das notwendige Glück auf seiner Seite. So hatten die Hofer zwei große Ausgleichsmöglichkeiten, trafen aber nicht. "Wir wussten, dass wir nur zwei Chancen bekommen", so Hofs Coach Miloslav Janovsky, "die musst du dann aber auch nutzen." Das taten die Hofer, noch immer auf dem letzten Platz festhängend, nicht.
Und so nutzte Ex-Kapitän Tobias Ulbricht die eine Situation, die sich bot und machte den Sack vorzeitig zu. Er schaltete am schnellsten, nachdem Andreas Knoll ausgerutscht war und spitzelte das Spielgerät nach einer neuerlichen Standardsituation, Böhnleins Freistoß aus dem Halbfeld kam gefährlich vor das Tor, aus vier Metern über die Linie.
Mit nunmehr 24 Zählern haben die Bayreuther wieder sechs Punkte als Polster auf die Relegationsplätze gelegt und können entspannt zu den beiden Auswärtsauftritten nach Oberbayern fahren. "Da wollen wir möglichst viele Punkte hamstern", sagte Trainer Marc Reinhardt, der am liebsten mit 30 Punkten in die Winterpause gehen würde - dazu bräuchte es noch zwei Siege aus noch drei Partien. abä