Haßfurt/Hofheim — Die Bayernwerk AG hat bei der Regierung von Unterfranken ein Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der 110-Kilovolt-Stromleitung Haßfurt-Hofheim-Kleinbardorf beantragt. Das gab die Behörde in Würzburg am Freitag bekannt.
Bei der Freileitung handelt es sich um eine bereits bestehende Stromtrasse. Sie wird laut Regierung bisher auf dem Abschnitt Haßfurt-Hofheim mit einem 110-Kilovolt- und einem 20-Kilovolt-Stromkreis betrieben. Der 20-Kilovolt-Stromkreis soll nun auf 110 Kilovolt hochgeschaltet werden. Eine Änderung der Beseilung ist dafür nicht erforderlich.
In dem Abschnitt Hofheim-Kleinbardorf sind die Masten bisher nur mit einen 110-Kilovolt-System belegt. Hier soll ein zweites 110-Kilovolt-System aufgelegt werden. Die Masten sind technisch bereits für den Betrieb mit zwei 110-Kilovolt-Systemen ausgelegt. Bauliche Veränderungen sind daher - abgesehen von einem Ersatzneubau für einen Masten am Umspannwerk Hofheim - nicht vorgesehen.

Neue Voraussetzungen

Die Leitung diente bisher vor allem der Versorgung der Umspannwerke in der Region mit elektrischer Energie. Mit der Zunahme von Anlagen zur Gewinnung von erneuerbaren Energien, insbesondere Windkraftanlagen, entsteht ein neuer Bedarf für den Abtransport der dort gewonnenen Strommengen, der mit den bisherigen Anlagen nicht mehr möglich ist und den die Bayernwerk AG mit der geplanten Maßnahme sicherstellen will.
Die Leitung ist insgesamt rund 35 Kilometer lang und führt durch die Gebiete der Gemeinden Haßfurt, Königsberg, Hofheim, Aidhausen, Stadtlauringen, Thundorf sowie Münnerstadt, Großbardorf und Sulzfeld (Landkreise Haßberge, Schweinfurt, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld).
Die Regierung von Unterfranken ist für das Planfeststellungsverfahren zuständig. red