Es wird kälter und Kaminbesitzer heizen wieder öfter Kamin oder Kachelofen. Dafür brauchen sie Brennholz, das beim Bayerischen Forstbetrieb am Waldweg oder direkt im Wald zu erwerben ist. Nun gibt es online das Brennholzportal des Forstbetriebs Forchheim, in welchem man Holz bestellen beziehungsweise anfragen kann. Forstbetriebsleiter Stephan Keilholz hat der Lokalredaktion verraten, wie das Portal funktioniert und was noch zu beachten ist.

Wie beliebt ist Brennholz momentan?
In den letzten Jahren boomte das Geschäft mit dem Brennholz, da wohl viele Kaminöfen in Häusern installiert wurden. Bis vor drei Jahren ist die Anfrage also stetig gestiegen. Die letzten zwei Jahre war die Nachfrage etwas geringer, was wir den zwei letzten milden Wintern zu verdanken haben. Deshalb sind wir trotz allem zufrieden. Zwar war die Nachfrage schon größer, allerdings konnten wir damals, aus Gründen der Nachhaltigkeit, den Bedarf nicht einmal mehr decken, was wir nun wieder können.

Wie genau funktioniert das Brennholzportal?
Der Online-Handel nimmt zu. Somit möchten wir unseren Kunden entgegenkommen und ihnen erleichtern, Holz zu bestellen. Anstatt Anfragen zu faxen, kann man nun online seine Wünsche äußern. Wir gehen mit dem digitalen Zeitalter.
So können Interessenten online angeben, in welchem Revier sie gerne Brennholz holen würden, welches Holz sie brauchen, wie viel sie und wann sie es benötigen. Diese unverbindliche Anfrage wird an den zuständigen Revierleiter weitergeleitet.

Was wäre der nächste Schritt?
Der Revierleiter meldet sich beim Kunden. Nähere Modalitäten klärt er mit dem Interessenten im Wald persönlich. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen ist das die selbstständige Aufarbeitung des Holzes, zum anderen können die Interessenten das Holz, welches an der Waldstraße gelagert ist, direkt mit dem eigenen Anhänger mitnehmen.
Gibt es einen "Lieferservice" für Kunden ohne Anhänger?
Einen Lieferservice in diesem Sinne gibt es noch nicht. Wenn Interessenten aber keinen Anhänger besitzen, so sind wir gerne behilflich, einen Holzfuhrunternehmer zu vermitteln.

Welche Voraussetzungen gibt es für Kunden, die ihr Brennholz bei Ihnen holen möchten?
Wenn jemand sein Holz direkt an der Waldstraße erwirbt und heim fährt, gibt es keine Voraussetzungen. Für Selbstwerber allerdings setzen wir voraus, dass derjenige sich mit einer Motorsäge auskennt und einen Lehrgang besucht hat und somit quasi einen "Motorsägenführerschein" besitzt. Die Arbeit mit einer Motorsäge ist sehr gefährlich und die Sicherheit sollte gewährleistet sein. Außerdem achten wir darauf, welche Motorsäge benutzt wird, denn die Öle sollten biologisch abbaubar sein, um die Umweltbelastung möglichst gering zu halten.

Weitere Tipps?
Wir empfehlen auch Kunden, die ihr Holz gleich am Waldweg mitnehmen und daheim klein sägen, ebenfalls einen Motorsägekurs gemacht zu haben.
Für das Schüren von Holz, sollte es trocken sein, so dass die Feuchtigkeit unter 18 Prozent liegt. Wie lange das Trocknen letztendlich dauert, kann man pauschal nicht sagen und kommt darauf an, wie es gelagert wird. Manche Holzscheite brauchen zum Trocknen nur ein Jahr, manche über zwei Jahre.

Die Fragen stellte Anna Gartiser.