Schaffe ich noch einen Schritt weiter? Sage ich ja zum Jobangebot? Welches Auto passt besser zu mir? Bei manchen Entscheidungen heißt es dann: Hör auf dein Bauchgefühl. Die meisten Menschen kennen sie, die Eingebung aus dem Bereich unserer Körpermitte, die uns dabei hilft, eine Wahl zu treffen.

Doch inwieweit ist unsere Bauchgegend mit dem Gehirn verbunden und welche anatomischen und biochemischen Grundlagen stecken hinter dem Bauchgefühl? Welche gefährlichen Nervengifte nehmen wir möglicherweise mit der Nahrung auf und welche Verbindung wird zwischen Gastroenterologie und Neurologie geschaffen?

Ab 28. Dezember abrufbar

Auf diese und ähnliche Fragen geht Dr. Joji Kuramatsu, Oberarzt der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, im Rahmen seiner Bürgervorlesung ein. Der Vortrag steht spätestens ab 28. Dezember 2020 unter www.uker.de/bvl online zum Abruf sowie zum Download bereit.

Das "Bauchhirn"

Die Verbindung zwischen Bauchgegend und Hirn ist stärker ausgeprägt, als viele wissen. Grund dafür ist, dass über 100 Millionen Nervenzellen unsere inneren Organe umgeben - ähnlich viele wie in unserem zentralen Nervensystem. "Nicht umsonst ist oft von unserem Bauchhirn die Rede", so Dr. Kuramatsu.

Gelangen allerdings Giftstoffe in den Körper, wittert unser zweites Gehirn Gefahr und sendet sofort Alarmsignale zu seinem Kollegen nach oben. Schließlich muss das Hirn dem Bauchraum Bescheid geben, sich gegen die unerwünschten Substanzen zu wehren - etwa mit Krämpfen oder durch Erbrechen.

Keine Präsenzveranstaltung

Auch die kommenden Termine der beliebten Vortragsreihe im laufenden Wintersemester 2020/21 werden nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden, jedoch jeweils sieben Tage nach der geplanten Durchführung online zugänglich sein. Der Link zur Mediathek und aktuelle Informationen sind unter www.uker.de/bvl zu finden.