In Mitwitz soll im nächsten Jahr ein Provisorium in eine dauerhafte Lösung überführt werden. Das jedenfalls wünschte sich Bürgermeister Oliver Plewa beim ersten Spatenstich für den neuen Kinderhort an der Grundschule, der die Notlösung ersetzen soll. Der Maßnahmenbeginn konnte vorgezogen werden und so blickt man jetzt schon optimistisch Richtung Fertigstellung. Das Datum dafür setzte Architekt Peter Kropf für den November nächsten Jahres an, vielleicht sogar schon etwas früher.

"Kinderbetreuung ist ein absolutes Muss, eine Notwendigkeit." Der Bürgermeister lobte bei seiner kurzen Zusammenfassung der Planung vor allem auch die Vorarbeit seines Vorgängers Hans-Peter Laschka. Ganzheitlich und qualifiziert betreut werden sollen hier künftig Schüler von der Jahrgangsstufe eins bis vier. Die Leitung übernimmt Dunja Schönmüller vom Evangelisch-Lutherischen Dekanat Michelau. "Angeboten werden Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung." Plewa weiter: "Es wird Plätze für zwei Gruppen geben. Das Ganze kostet am Ende rund 1,58 Millionen Euro." Eine Summe, die sich vor allem durch die in Aussicht gestellten Fördermittel relativiere. Rund 940 000 Euro kommen aus dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz (FAG) und rund 300 000 Euro von der Staatsregierung und der Regierung von Oberfranken.

Entstehen werden nach und nach zwei Gruppenräume, zwei Nebenräume, ein Werkraum, ein Mehrzweckraum sowie ein Speiseraum mit Cateringküche. Plewa betonte dabei vor allem den Punkt "Nachhaltigkeit". Einerseits will man nämlich die Beheizung über den Anschluss an das Mitwitzer Nahwärmenetz vornehmen, andererseits soll auf dem Dach eine Photovoltaikanlage zur Deckung des Eigenstrombedarfs mit zusätzlicher Netzeinspeisung Energie erzeugen.