Als ein schmuckes Gotteshaus präsentiert sich die Herz-Jesu-Kirche Kleingesee im zentralen Dorfmittelpunkt. Viele feierliche Gottesdienste und Andachten finden wöchentlich in der Kirche statt, die von vielen Gottesdienstbesuchern angenommen werden. Ein lang gehegter Wunsch der Kirchenstiftung war es, den Menschen mit Handicap einen gerechten Zugang zur Kirche zu ermöglichen.
Nach einigen Monaten der Planung wurde der ersehnte Wunsch nun mit dem ersten Bauabschnitt begonnen. Das Gotteshaus wird durch eine Rollstuhlrampe mit Ausgleichsfläche barrierefrei erschlossen. "Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung haben ein Recht auf gleichberechtige und würdevolle Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft", so Kirchenpfleger Michael Dörres. Selbstbestimmung ist für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung ein zentrales Anliegen. Viele Menschen wollen eigenständig, in ihrem gewohnten Umfeld ohne Einschränkungen leben.
Auch der eigenständige Besuch von Kirchen und öffentlichen Gebäuden soll Menschen mit Handicap ermöglicht werden. So konnte in enger Zusammenarbeit mit Diözesanarchitekt Florian Selig ein Plan für eine barrierefreie Erschließung der Herz-Jesu-Kirche ausgearbeitet werden. Mit rund 11 000 Euro sind die Arbeiten an dem gebäude veranschlagt, wovon mehr als die Hälfte vom Erzbischöflichen Ordinariat in Bamberg getragen wird. Neben einer Rollstuhlrampe wird auch der vordere Eingangsbereich und die Eingangstür an der Kirche erneuert.
Viele Arbeiten werden in Eigenregie durch ehrenamtliche Bürger erledigt - so wie man es in Kleingesee dank eines starken Zusammenhaltes gewohnt ist. "Die Arbeiten sollen bis in den Spätherbst - zur Freude vieler Besucher - abgeschlossen sein", so der Kirchenpfleger. red