Schweinfurt — Asylbewerber werden in den nächsten Monaten vorübergehend in Liegenschaften der ehemaligen US-Army Garrison Schweinfurt untergebracht. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs, das Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Landrat Florian Töpper mit Vertretern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer geführt haben.
Aufgabe ist es, Räume für eine Unterbringung zu finden. Die Regierung von Unterfranken prüft mit BImA und Gebietskörperschaften zwei Konversionsliegenschaften für die Unterbringung von Asylbewerbern in Notunterkünften. Diese ist zeitlich begrenzt. Bei den Liegenschaften handelt es sich um Teilflächen der Conn- und der Ledward-Barracks.
Von der Frage der Notunterkünfte ist die Errichtung einer Erstaufnahme-Einrichtung zu unterscheiden. Für den Standort sind von der Bayerischen Staatsregierung vor allem kreisfreie Städte vorgesehen. Schon jetzt hat die Bayerische Staatsregierung bekannt gegeben: "Das bereits vom Kabinett beschlossene Konzept für weitere Erstaufnahmeeinrichtungen in Deggendorf, Bayreuth, Augsburg, Regensburg und Schweinfurt wird mit Nachdruck weiterbetrieben. Die Kapazitäten stehen 2015/2016 zur Verfügung."
Hintergrund ist die sich zuspitzende Asylbewerbersituation. Im Juli 2014 wurden 19 431 Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt. Da die Kapazitätsgrenzen der von der Regierung vorgehaltenen Gemeinschaftsunterkünfte erreicht sind, erfolgt erstmals eine Direktzuweisung an kreisfreie Kommunen. Neu ist, dass diese als federführende Behörde eigene Trägerschaft übernehmen. Nach heutigem Stand bedeutet das für Schweinfurt beginnend mit der laufenden Woche eine wöchentliche Zuweisung von sieben Asylbewerbern. red