Zum Jubiläum "25 Jahre Oberschwappacher Schlosskonzerte" wurden die drei Frühlingskonzerte ein wahres Barockfest. Die amerikanische Sopranistin Rebecca Broberg, Natalia Solotych am Cembalo und das Bamberger Streichquartett zogen im Spiegelsaal des Schlosses in Bann.
In der Barock-Gala erblühten unter dem Motto "Flammende Rose, Zierde der Erde" musikalische "Rosen" in Arien aus Oratorien und Opern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Rebecca Broberg sang mit weichem Timbre, erreichte mühelos strahlende Höhen und intonierte blitzsauber. Sie überzeugte mit Arien von Händel, Bach, Strozzi, Telemann und Vivaldi. Berührend war die Arie "Schafe können sicher weiden" von Bach oder der große Trauergesang "Lascia ch´io pianga" aus der Oper "Rinaldo" von Händel. Hochdramatisch dann die Arien der Frühbarock-Komponistin Barbara Strozzi. Das Bamberger Streichquartett und Natalia Solotych begleiteten die Sängerin sensibel und ausdrucksstark.
Mit Telemann, Hasse und Händel begeisterten die Musiker der Bamberger Symphoniker, so Raúl Teo Arias mit einem brillanten Satz aus dem "Frühling" von Vivaldi; die Cembalo-Passacaille von Händel meisterte Natalia Solotych bravourös. An der Cellosonate von Willem de Fesch zeigte Karlheinz Busch, "Urgestein" der Oberschwappacher Konzerte, Qualität. Er führte auch humorvoll durch das Programm der Konzerte.
Weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist am Palmsonntag, 9. April, um 17 Uhr in der Marienkirche in Zell das Sonderkonzert mit Haydns Passionsmusik. "Die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuze" werden vom Bamberger Streichquartett interpretiert. Pater Anselm Grün, OSB, spricht dazu Betrachtungen zu den Worten Jesu am Kreuz. Karten gibt es bei Julian Roth, Ruf 09529/950562. cr