Bamberg — Die stadtbildprägende, 1000-jährige Bamberger Klosterkirche St. Michael, die vor allem wegen ihres barocken Gewölbes und des Deckengemäldes "Himmelsgarten" berühmt ist, musste 2012 wegen erheblicher statischer Probleme für die Öffentlichkeit geschlossen werden.

Nichts mehr im Lot

Die Untersuchung des auf historische Gebäude spezialisierten Statikers Günter Döhring (Büro Burges und Döhring, Bayreuth) belegt jetzt, dass an dem Wahrzeichen "fast nichts mehr im Lot ist", wie es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus heißt. Der Bamberger Stadtrat hat daraufhin die sofortige Notsicherung beschlossen. Wann die eigentliche Sanierung beginnt und was sie kosten wird, ist noch nicht absehbar.
Neben vielen weiteren Schadensbildern sei insbesondere das Gewölbe mit Himmelsgarten über dem Langhaus der Kirche St. Michael akut einsturzgefährdet, so Döhring. Laut Döhring war es vor allem der nachträgliche Einbau des barocken Deckengewölbes in den romanischen Bau, der zu dem heutigen desaströsen Zustand geführt hat.

Ergebnis der Untersuchung

Unter dem Titel "Der Himmel droht uns auf den Kopf zu fallen - Barocke Bausünden und ihre Folgen für die Klosterkirche St. Michael" wird der Statiker Günter Döhring am Dienstag, 10. März, um 17.30 Uhr in einem öffentlichen Vortrag über das Ergebnis seiner Untersuchungen berichten. Die interessierte Öffentlichkeit ist dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag findet in der Städtischen Musikschule, St. Getreu-Straße 14, im Raum 1.01 im 1. Obergeschoss statt. red