von unserem Mitarbeiter Johannes Gurguta

Neuensee — Laute Musik, knallender Sonnenschein und Bier im Überfluss. Genau so stellt sich jeder Musikfan ein gutes Rockfestival vor. All diese Punkte wurden dieses Wochenende in Neuensee erfüllt. Das Festival "Rock im Wald" lockte hier zum 15. Mal das Publikum.
Der Erfolg dieses Jubiläums machte sich bemerkbar. Es seien diesmal über 1000 Musikbegeisterte erschienen, um die Bands aus aller Welt zu sehen, sagt Christian Sünkel, einer der Veranstalter. "Damit haben wir nie gerechnet."
Das Festival fand 1994 zum ersten Mal statt und es spielten damals nur regionale Gruppen. Heute seien Bands aus verschiedenen Ländern wie Schweden, Australien, England, Dänemark und den USA angereist, um zu spielen, erklärt Sünkel stolz. Eine weitere Besonderheit sei, dass das "Rock im Wald"-Festival dieses Mal im Gegensatz zu den vergangenen Jahren zweitägig ist. Das zieht auch sehr viel Organisatorisches mit sich. Um die 140 Helfer seien für das Wochenende eingesetzt worden, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. "Vor allem bei der hohen Besucherzahl dieses Jahr", so Sünkel. Außer dem nicht zu vermeidenden Stress, den eine derartige Veranstaltung mit sich zieht, habe es beim Aufbau jedoch keinerlei Probleme gegeben. Lediglich der Campingplatz sei zu klein, was den Weg zur Bühne labyrinthartig mache, sagte eine Festivalbesucherin.
Jedoch trübte dieser Aspekt die feucht-fröhliche Stimmung keineswegs. "Wir sind eine ganz lockere Truppe, die sich immer den Humor bewahrt", erklärt der Veranstalter über sich und seine Kollegen. Den Initiatoren des Festivals sei es auch sehr wichtig trotz des diesjährigen Ausmaßes eine familiäre Stimmung zu bewahren.
Das Genre war dieses Jahr sehr breit gefächert. Von Retro-Rock-Bands wie Graveyard über Stoner Rock wie Truckfighters und Red Fang bis hin zu Melodic Punk und Trash Metal wie Atlas Losing Grip und Wulfpack war alles vertreten. Zwischendrin machten auch Bands aus der Region wie Mandrax Queen und Sumosluts Gebrauch von ihren Instrumenten.
Für Verpflegung war durch zahlreiche Essens- und Getränkestände bestens gesorgt. Für diejenigen, die zu heftig feierten oder die Hitze nicht vertrugen, war das Bayrische Rote Kreuz vor Ort.
Alles in allem war "Rock im Wald" wieder ein lautstarkes Festival mit netten und skurilen Leuten und ohne große Zwischenfälle.