Bamberg — Mit 127 Punkten bleibt der IHK-Konjunkturklimaindex im IHK-Gremium Bamberg stabil. Die aktuelle Geschäftslage wird unverändert positiv eingeschätzt. "Die Unternehmen im Wirtschaftsraum Bamberg rechnen auch in den kommenden zwölf Monaten mit einer positiven Entwicklung", so IHK-Präsident Heribert Trunk in einer Mitteilung.
Die gegenwärtige Geschäftslage wird von 48 Prozent der Unternehmen positiv und von 10 Prozent negativ beurteilt. Diese positive Einschätzung werde in erster Linie von der Inlandsnachfrage befeuert. Beim Export waren Bamberger Produkte und Dienstleistungen vor allem in Russland und den ehemaligen GUS-Staaten verstärkt gefragt. "Die regionale Wirtschaft ist breit aufgestellt, was für Stabilität sorgt", berichtet IHK-Konjunkturexperte Peter Belina. Die Bamberger Wirtschaft beliefere eine Vielzahl von Märkten weltweit.
Der Bamberger Wirtschaftsraum verzeichnete einen deutlichen Schub bei der Auslastung. 41 Prozent der Befragten registrieren eine gute, 9 Prozent eine schlechte Auslastung. Sorge bereitet dem Großteil der Unternehmen die Entwicklung der Kostenseite. Die Ertragslage bleibe dennoch stabil, so die IHK. "Vor allem die hohen Energiepreise stellen hier eine große Herausforderung für die hiesigen Unternehmen dar. Hier müssen wir in enger Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaftskammern weiter nach gangbaren Lösungen suchen, damit die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen nicht gefährdet wird", so Trunk, der auch Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg ist.
Während 7 Prozent der Bamberger Unternehmer mit einer rückläufigen Konjunkturentwicklung rechnen, sind 24 Prozent optimistisch, dass sich die Konjunkturlage in den nächsten 12 Monaten weiter positiv entwickelt. Die gute Auftragslage führe dazu, dass die Mehrzahl der Unternehmen mehr Investitionen plant. "Eine steigende Kapazitätsauslastung bedeutet volle Auftragsbücher und ermöglicht den Unternehmen, Investitionen zu tätigen, die dank neuer Innovationen wesentlich zur Zukunftsfähigkeit des Standortes beitragen werden", so Trunk. Hinzu komme der derzeit besonders niedrige Zinssatz. Dies gelte es nun gezielt zu nutzen. red