Bamberg — Am Wochenende steht mit dem DKBC-Pokalfinale im hessischen Lorsch für die Damen und Herren des SKC Victoria Bamberg der letzte Höhepunkt der Kegelsaison auf dem Programm. Nach zwei Jahren Abstinenz im Teilnehmerfeld des DKBC-Pokals gelang es beiden Erstligateams des SKC Victoria Bamberg sofort wieder ins Finalturnier um den deutschen Pokal vorzudringen. Zu den Bamberger Teams gesellt sich nach fünf gespielten Runden mit Vizemeister KC Schrezheim, dem KV Liedolsheim, KSV Gräfinau-Angstedt (alles Damen-Finalisten), Meister Rot-Weiß Zerbst, Donauperle Straubing und dem Veranstalter Nibelungen Lorsch (alles Herren-Finalisten) ein illustres Teilnehmerfeld.
Heute beginnen die ersten Halbfinalspiele auf der Acht-Bahnen-Anlage im Kegelcenter Lorsch bereits um 11 Uhr. Bei den Herren trifft der Deutsche Meister SKV Rot-Weiß Zerbst auf Donauperle Straubing, bei den Damen kommt es zum vorweggenommenen Finale zwischen dem deutschen Titelträger SKC Victoria Bamberg und Vizemeister KC Schrezheim. Ab 15 Uhr starten dann die zweiten Halbfinalspiele. Hier stehen sich bei den Herren der SKC Victoria Bamberg und Nibelungen Lorsch sowie bei den Damen der KV Liedolsheim und der Überraschungsfinalist KSV Gräfinau-Angstedt gegenüber und ermitteln die weiteren Finalteilnehmer. Das "kleine" Finale beginnt am Sonntag um 9 Uhr, die beiden Finalspiele sind für 13 Uhr angesetzt.

Vor hoher Hürde gegen Lorsch

Das Los wollte es, dass die einheimischen Kegler von Nibelungen Lorsch die Klingen mit dem SKC Victoria Bamberg kreuzen. Ein interessantes Duell zwischen dem Viert- und Drittplatzierten der Bundesliga-Saison. In den beiden Bundesligaspielen siegte jeweils die Heimmannschaft. "Es ist schon viel Zeit nach dem letzten Bundesligaspiel vergangen, und sich jetzt, quasi mitten im Sommer, nochmals auf so einen Höhepunkt vorzubereiten, ist nicht ganz so einfach. Aber unsere Spieler sind bei zahlreichen Meisterschaften stetig im Einsatz gewesen, was die Vorbereitung auf das Finalturnier sicher erleichtert hat. Trotzdem müsste man aus Sicht der Verantwortlichen den Termin für so ein bedeutendes Ereignis wie das Pokalfinale überdenken. Unser junger Kader ist heiß auf das Final-Four und möchte das Finale erreichen, damit das Sportjahr einen würdigen Abschluss findet", betonten Bambergs Verantwortliche. Im anderen Duell gehört die Favoritenrolle eindeutig dem SKV Rot-Weiß Zerbst. Alles andere als ein Sieg des Meisters gegen Straubing wäre eine faustdicke Pokalüberraschung.
Wenn die Damen des SKC Victoria Bamberg auf nationaler Ebene antreten, sind die Rollen meist klar verteilt. Da heißt es schnell "Bamberg ist immer der Favorit". Allerdings haben Bambergs Damen nun eine hohe Hürde vor sich, da sie im Halbfinale auf keinen Geringeren als den KC Schrezheim, den deutschen Vizemeister, treffen. Es ist quasi der "Supercup", der bereits im Halbfinale zwischen Meister und Vizemeister ausgetragen wird. Auch hier geht Bamberg als Favorit auf die Bahnen. Aber Schrezheim hat in dieser Saison gezeigt, wie man Bamberg schlagen kann - geschehen in der Vorrunde beim Bamberger Gastauftritt beim Zweiten. Zu Hause hielt sich der Meister dagegen schadlos.

"Nach der WM fällt viel Druck ab"

"Wir hatten mit der WM den absoluten Höhepunkt im Mai. Nach einer WM fällt erstmal viel Druck ab. Da ist es nicht einfach, sich innerhalb von vier bis fünf Wochen erneut auf einen Höhepunkt, den das Pokalfinale für uns darstellt, vorzubereiten. Dennoch wollen wir das Optimum, sprich den Pokalsieg, herausholen. Ob uns dies gelingt, wird sich zeigen", so Daniela Kicker, die Spielführerin des SKC-Damenteams. Im anderen Halbfinale zwischen der KV Liedolsheim und der Überraschungsmannschaft vom KSV Gräfinau-Angstedt sind die Rollen ganz klar verteilt. maha