In der Gemeinde Theres fand sich eine Gruppe Studierender ein, um in den historischen Gärten von Obertheres zu forschen. Die 21 Studenten absolvieren, wie die Gemeinde Theres erklärte, an der Universität von Bamberg den Masterstudiengang Denkmalpflege.
Im Rahmen der "Intensivwoche Gartendenkmalpflege" bestand ihre Aufgabe darin, unter der Leitung der Bamberger Gartenarchitektin Marion Dubler den Park von Schloss Ditfurth, die Gartenanlagen rund um das Schloss Obertheres sowie den kleinen Barockgarten am Pfarrhaus zu erfassen und zu dokumentieren. Nach einem Empfang durch den Thereser Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) übernahm Gemeindearchivar Klaus Dindorf die Arbeitsgruppe, die sich im Archiv im alten Rathaus auf die Suche nach alten Karten, historischen Abbildungen und Hinweisen auf die Gärten machte. Die anderen Gruppen verteilten sich auf die zu erfassenden Gärten, wie aus der Mitteilung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Theres weiter hervorgeht.
Im weiteren Verlauf der Woche wurden die Erfassungsergebnisse im Seminarraum in Bamberg ausgewertet, die historischen Pläne analysiert und die Daten in einer Art Parkpflegewerk zusammengefasst. Dann stellten die Studierenden dem Altbürgermeister Hans-Peter Reis, der den verhinderten Bürgermeisters Schneider vertrat, sowie dem Ehepaar Dindorf ihre Ausarbeitungen in kurzen Präsentationen vor. Dabei stellte sich heraus, dass sich durch die aufmerksame Betrachtung überkommener Strukturen und dem darauffolgenden Vergleich mit historischen Darstellungen viele Details erkennen lassen. Am augenfälligsten erschien den Studierenden die dringend notwendige Sanierung der Balustrade und der Hofeinfahrt am Pfarrhausgarten. Das Ensemble liegt prominent an der Bundesstraße und hat durch seine ehemals repräsentative Funktion als Gästehaus des Klosters für das historische Ortsbild von Obertheres noch heute eine wichtige optische Funktion. Es wäre wünschenswert, so das Fazit der Arbeitsgruppe, wenn in naher Zukunft vonseiten der Verantwortlichen eine Sanierung der schon stark schadhaften steinernen Bauteile angegangen werden könnte. Vielleicht sei es ja auch möglich, dafür Fördergelder zu generieren, hieß es.
Marion Dubler und die Teilnehmer des Intensivseminars bedankten sich für die freundliche Aufnahme in Obertheres bei der Gemeinde sowie bei Pfarrer Christian Lutz, Claudia Steger (Schloss Ditfurth) und Achim Graf von Beust (Schloss und Gutshof Obertheres). red