Nachdem der erste Wertungstag der zwölften Runde in der Segelflug-Bundesliga dem Dauerregen zum Opfer gefallen war, sollte der zweite laut Wettervorhersage deutlich besser werden. Großflächige Wolkenausbreitungen behinderten jedoch die Thermik - viele Schauer zwangen die Piloten zu großen Umwegen. In Nordbayern waren deshalb keine schnellen Flüge möglich, im Gegensatz zum Nordosten und Südwesten der Republik. Dass sich die Mannschaft des Bamberger Aero-Clubs trotzdem vom achten auf den siebten Gesamtplatz verbessern konnte, ist umso höher zu bewerten.
Von sieben gestarteten Bamberger Ligapiloten erreichte Gerhard Herbst das drittbeste Ergebnis und kam in die Wertung. Mit seiner DG800/18m flog er bis hinter Aue im Erzgebirge und nach einem kurzen Jojo wieder nachhause. In der Ligazeit von zweieinhalb Stunden legte er 212,88 km zurück und trug indexbereinigt 75,02 Geschwindigkeitspunkte zum Mannschaftsergebnis bei.
Frank Schmitz brachte mit seiner ASW22E/24m das zweitbeste Ergebnis heim. Zwischen Dettelbach, Bad Königshofen und Neustadt/Coburg schlängelte er sich zwischen den Schauerlinien durch und schaffte auch den Rückweg nach Bamberg. Sein Ergebnis: 221,14 km in 2,5 Stunden und damit 76,42 Speedpunkte für seinen Verein.
Der beste Bamberger Pilot in dieser Runde war Harald Ger-lacher, der mit seiner ASW22/24m auf Strecke ging. Seinen Flugweg legte er über Dettelbach, Ebern und Bad Kissingen zurück zur Breitenau. Mit 230,63 km in der für die Ligawertung relevanten Zeit holte er nach Indexkorrektur 79,7 Punkte für die Mannschaft, was bei dieser Wetterlage nicht zu erwarten war.
Die Bamberger Segelflieger haben immer noch die Hoffnung, dass es bei den ausstehenden sieben Wertungsrunden dieser Saison vielleicht doch endlich einmal ein Wochenende mit gutem Segelflugwetter in Franken geben könnte. FH