Am Mittwochmorgen gelang der Polizeiinspektion Bamberg-Land in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bamberg ein Schlag gegen eine örtlich agierende Einbrecherbande, die für mehr als 50 Straftaten im nördlichen Landkreis infrage kommt. Bei einer koordinierten Durchsuchungsaktion wurden mehrere Tatverdächtige aus dem Landkreis festgenommen. Gegen sechs Personen wurden Haftbefehle erlassen, zwei Tatverdächtige befinden sich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg in Untersuchungshaft, weitere vier Haftbefehle wurden gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Den sechs Tatverdächtigen wird vorgeworfen, seit Oktober diesen Jahres in 17 Bierkeller und 16 Sportheime eingebrochen zu sein sowie weitere Eigentumsdelikte begangen zu haben. Mit teils roher Gewalt sollen sie Türen und Fenster von Sportheimen und Bierkellern aufgebrochen und daraus vorwiegend Bargeld, Spirituosen, Zigaretten, Fernseher und Werkzeug entwendet haben. In weniger als drei Monaten hatten die Einbrecher Waren im Wert von mehr als 10 000 Euro erbeutet und einen Sachschaden in Höhe von 40 000 Euro hinterlassen.

Mehrere Waffen sichergestellt

Die Vielzahl der Taten und das teils professionelle Vorgehen der Täter erforderte einen intensiven Ermittlungsaufwand. Dieser führte am frühen Mittwochmorgen zum Erfolg. Im Rahmen der Durchsuchung der Wohnungen der Tatverdächtigen und eines angemieteten Lagers konnten neben dem Tatwerkzeug auch umfangreiches Beweismaterial und ein Großteil der Beute sichergestellt werden. Zudem wurden diverse Schreckschuss- bzw. Gasdruckwaffen, Messer sowie ein Baseballschläger aufgefunden.

Gegen fünf Männer und eine Frau wurde Haftbefehl erlassen. Vier Haftbefehle wurden gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Ein 19-Jähriger und ein 21-Jähriger kamen in Untersuchungshaft. pol