Eine Pflegeeinrichtung in Bamberg hat sich zu einem lokalen Corona-Hotspot entwickelt, teilte die Pressestelle der Stadt Bamberg mit. Nachdem drei Bewohnerinnen in kurzen Abständen ins Klinikum gebracht werden mussten und dort auch positiv getestet wurden, fand vergangene Woche eine Reihentestung statt. Das Ergebnis: Über 30 positiv getestete Bewohner sowie positiv getestete Mitarbeiter im hohen einstelligen Bereich. Eine der Bewohnerinnen, die ins Klinikum eingeliefert wurde, ist mittlerweile verstorben. Diese Pflegeeinrichtung sowie alle weiteren Pflegeeinrichtungen mit positiven Corona-Fällen stehen unter Quarantäne, Besuche von Angehörigen sind derzeit nicht möglich.

Laut Dr. Susanne Paulmann, Leiterin des Gesundheitsamtes Bamberg, sind die steigenden Zahlen von Infizierten in der Stadt auch auf den Ausbruch in der Pflegeeinrichtung zurückzuführen. Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp appelliert an die Bevölkerung, sich solidarisch mit den Schwächsten der Gesellschaft zu zeigen und die Kontaktbeschränkungen einzuhalten. "Die Menschen in den Pflegeeinrichtungen sind die empfindlichste Personengruppe, sie gilt es zu beschützen."

Oberbürgermeister Andreas Starke nimmt den Vorfall zum Anlass, um allen Mitarbeitern in den Pflegeeinrichtungen für ihren Einsatz zu danken. "Sie gehen bis an ihre äußerste Belastungsgrenze, deshalb gebührt ihnen unsere größte Anerkennung", so Starke laut Pressemitteilung. Jetzt gehe es darum, in Absprache mit dem Gesundheitsamt und der Einrichtungsleitung alles zu unternehmen, um den Schutz der Bewohner sowie der Pflegenden zu gewährleisten. Gebeten wird, möglichst auf nicht zwingende Besuche in Altenpflege- und Behinderteneinrichtungen bis Weihnachten zu verzichten, um dem Infektionsgeschehen Einhalt zu gebieten. Das könnte dann auch die Chance eröffnen, die Bewohner an den Feiertagen zu besuchen.

Laut Allgemeinverfügung der Stadt Bamberg darf jeder Bewohner einer Pflegeeinrichtung nur von einer Person täglich besucht werden. Treten die verschärften Corona-Regeln am heutigen Mittwoch, 9. Dezember, in Kraft, müssen Besucher zudem eine FFP2-Maske tragen und negativ getestet sein. red